Atropa bella-donna - Echte Tollkirsche

Familie:  Nachtschattengwächse - Solanaceae

Eurasiatische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Englisch: Deadly Nightshade

Französisch: Belladone

Italienisch: Belladonna

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 4 "Atropa"-Arten; für Deutschland wird dort 1 Art beschrieben.

Die echte Tollkirsche ist stark giftig, vor allem die reifen Früchte!

Heilpflanze

Belladonnae folium, Belladonna-Blätter, und Belladonnae radix, Belladonnawurzel, sind  vom Bundesgesundheitsamt mit einer Positiv-Monographie bedacht worden.

Siehe www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

 

Belladonna (Atropa Belladonna)

 

Röthlich schimmert die Blüthe am wuchernden Strauch, es

erglühen

lockend die Früchte; mein Kind - rühre die Kirschen nicht an!

Meide das Laster, und leihe dem schlauen Verführer dein Ohr nicht,

denn mit der Blüthe zugleich brichst du dir giftige Frucht.

 

                                                  Ludwig Bechstein (1801 - 1860),

                                                  Die Blumen und das Leben

                                                  (veröffentlicht 1827)

Bei der Gedichtsammlung "Die Blumen und das Leben" handelt es sich im ein Blumen-Alphabet. Interessant zu wissen, dass Ludwig Bechstein zunächst Apotheker war.

13.05.2018 - Lochmoos bei Oberankenreute
13.05.2018 - Lochmoos bei Oberankenreute

Die Tollkirsche in der Fachliteratur

Schon Hildegard von Bingen (1098 - 1179) hat über die Heilwirkung der Echten Tollkirsche geschrieben  (siehe www.welterbe-klostermedizin.de).

Die Tollkirsche hat im "Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 3), 1938,  von Gerhard Madaus unter dem Namen "Belladonna" ein umfang-reiches eigenes Kapitel.

Eine ausführliche Monographie hat die Tollkirsche in der "Enzyklopädie der Psychoaktiven Pflanzen. Botanik, Ethnopharmakologie und Anwendungen" von Christian Rätsch, AT-Verlag 2007

Dr. Claudia Urbanovsky beschreibt in Ihrem Buch "Der Garten der Druiden.Das geheime Kräuterwissen der keltischen Heiler" von 2008 die Tollkirsche als von den Druiden aus ihrem Giftgarten genutzte Heilpflanze.

Wolf-Dieter Storl schreibt in seinem schön gestalteten Buch "Die Seele der Pflanzen. Botschaften und Heilkräfte aus dem Reich der Kräuter" von 2009 über die Tollkirsche das Kapitel 'Inspirationen einer schönen Frau'.

Eine Beschreibung und schöne Fotos der Tollkirsche findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Christian Rätsch beschreibt die Tollkirsche in seinem Buch "Heilpflanzen der Antike. Mythologie, Heilkunst und Anwendung" von 2015.

Die Tollkirsche ist laut www.floraweb.de Raupen-Futterpflanze für 6 Falterarten.

Die Echte Tollkirsche wird im Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka ausführlich beschrieben

(siehe www. arzneipflanzenlexikon.info).

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

20.08.2018 - Im Altdorfer Wald bei Baumgarten
20.08.2018 - Im Altdorfer Wald bei Baumgarten
20.08.2018 - Im Altdorfer Wald bei Baumgarten
20.08.2018 - Im Altdorfer Wald bei Baumgarten