Agrimonia spec. - Odermennig-Arten

Familie: Rosengewächse/Rosenartige - Rosaceae/Rosoideae

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 10-15 "Agrimonia"-Arten; für Deutschland werden dort 2 Arten beschrieben.

 

Agrimonia eupatoria - Gewöhnlicher Odermennig

Europäisch-südwestasiatische Pflanze

"Trockenpflanze"

Namen

Englisch: Agrimony Cocklebur

Französisch:  Aigremoine eupatoire

Italienisch: Agrimonia comune

Heilpflanze

Agrimoniae herba, Odermennigkraut, ist vom Bundesgesundheitsamt mit einer berichtigten Positiv-Monographie bedacht worden.

Siehe www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

Der Gewöhnliche Odermennig kommt in fast ganz Deutsch- land und auch in Oberschwaben verbreitet vor.

Der Gewöhnliche Odermennig in der Fachliteratur

Der Mönch Walahfried Strabo von der Reichenau schreibt schon in seinem Lehrgedicht "Liber de Cultura Hortorum" (auch "Hortulus" genannt) aus dem Jahr 827  über den Odermennig: "Agrimonia"

Der Gewöhnliche Odermennig hat im "Lehrbuch der bioloischen Heilmittel" (Bd. 3) von Gerhard Madaus (1938) ein eigenes Kapitel.

"Agrimony" ist die Bachblüte Nr. 1 mit dem Thema "Beziehungsfähigkeit - Zuhören" (Ilse Maly, Bachblüten als Chance und Hilfe, Knaur 1999)

Dr. Claudia Urbanovsky beschreibt in Ihrem Buch "Der Garten der Druiden.Das geheime Kräuterwissen der keltischen Heiler" von 2008 den Gewöhnlichen Odermennig als von den Druiden genutzte Heilpflanze.

Steffen Guido Fleischhauer hat den Gewöhnlichen Odermennig in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Eine Beschreibung und Fotos des Gewöhnlichen Odermennigs findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und  auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz

Laut www.floraweb.de ist der Gewöhnliche Odermennig Raupen-Futterpflanze für 2 Tagfalter-Arten.

Der Gewöhnliche Odermennig wird im Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka ausführlich beschrieben

 

(siehe www. arzneipflanzenlexikon.info).

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit Gänse-Fingerkraut, Nelk-wurz- und Mädesüß-Arten.

In meinem Herbarium von 1969
In meinem Herbarium von 1969


Agrimonia procera - Wohlriechender Odermennig

Europäische Pflanze; evt. Archäophyt

"Waldpflanze"

Wuchsform: sommergrün, rosettenlos, Hemikryptophyt, ausdauernd, Rhizom

Früher Heilpflanze

23.06.2015 - Im Deggenhauser Tal
23.06.2015 - Im Deggenhauser Tal

Der Große Odermennig kommt in Oberschwaben vor, aber selten. Ich habe ihn bei einer Kartierexkursion bei Walbers- weiler östlich von Messkirch kennengelernt. Die Pflanze war stattlich und sehr wohl- riechend.

Agrimonia procera in der Fachliteratur

Wolf-Dieter Storl, 2009 schreibt in dem schön gestalteten Buch "Die Seele der Pflanzen. Botschaften und Heilkräfte aus dem Reich der Kräuter"  über den Wohlriechenden Odermennig das Kapitel "Das Kraut der Redner und Sänger".

Eine Beschreibung des  Wohlriechenden Odermennig Jürgen Feder, 2014

Zahlreiche schöne Fotos und Informationen zum Wohlriechenden Odermennig findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Laut www.floraweb.de liegen für den Wohlriechenden Odermennig keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

23.06.2015 - Im Deggenhauser Tal
23.06.2015 - Im Deggenhauser Tal