Coincya monensis ssp. cheiranthos - Schnabelsend, Lacksenf

Auch: Coincya cheiranthos, Rhynchosinapis cheiranthos

Familie: Kreuzblütengewächse - Brassicaceae

Westeuropäische Pflanze; Sebald, Seybold, Philippi, 1993, Bd. 2, S. 333: "west-submediterranes-südsubatlantisches Florenelement"

"Unkraut- oder Ruderalpflanze"

Namen

Englisch: The Isle of Man Cabbage

Französisch: Chou giroflée, Chou de Mona

Italienisch: Senape violaciocca, Senape a fiori piccoli

Spanisch: Verdura de la Isla de Man

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 6 "Coincya"-Arten; für Deutschland wird dort 1 Art beschrieben.

Sebald, Seybold, Philippi, 1993, Bd. 2, S. 332, sprechen von 10 Arten, die vorwiegend in Südwest- und Westeuropa vorkommen, einzelne auch in Nordwestafrika, in den Südwestalpen und am Olymp in Griechenland. In Baden-Württemberg kommt nur 1 Art vor.

16.09.2025 - Ahrtal, Rotweinwanderweg zwischen Altenahr und Dernau
16.09.2025 - Ahrtal, Rotweinwanderweg zwischen Altenahr und Dernau

Der Schnabelsenf in der Fachliteratur

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Schnabelsenfs findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der portugiesischen Seite www.flora-on.pt.

Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung des Schnabelsenfs kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.

Auch Wikipedia informiert sehr gut über den Schnabelsenf.

Zum Schnabelsenf habe ich bei Rothmaler, 2011, gefunden:

Blühmonate: Juni bis Oktober

Standorte: Trockene bis mäßig frische, sandige bis kiesige Ruderalstellen: Bahnanlagen, Kiesgruben, Steinbrüche, ruderale Sandtrockenrasen, Felsen, kalkmeidend

Häufigkeit:

Archäophyt?: zerstreut  im westl. Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz, selten in Süwest-Hessen

Neophyt: selten in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern

Unbeständiger Neophyt: selten im mittleren Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Niedersachsen

Areal: meridionales/(montanes) bis temperates Westeuropa, nur im ozeanischen Klima vorkommend (Stufe 1-3 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala). 

Teilimmergrün

Halbrosettenpflanze 

Sommerannuell / kurzlebige Staude

 

Pfahlwurzel

Insektenbestäubung: Falter

Klett- und Klebausbreitung der Samen?

 

Zeigerwerte: 

Vergesellschaftung: wächst in den Verbänden "Steinkleefluren" (V Dauco-Melilotion; V Dauco-Mel.) und "Hackfrucht-Ges. oligotropher, saurer Bden" (V Panico-Setarion; V Pan.-Set.) sowie in der Ordnung "Sandtrockenrasen" (O Festuco-Sedetalia; O Fest.-Sedet.).