Convallaria majalis - Maiglöckchen

Familie: Mäusedorngewächse - Ruscaceae

Früher: Spargelgewächse - Asparagaceae

Eurasiatische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Englisch: Lily of the Valley

Französisch: Muguet

Italienisch: Mughetto

Schwäbisch: Moiaresle

Schwyzerdütsch: Meierisli

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 1-38 "Convallaria"-Arten; für Deutschland wird dort 1 Art beschrieben.

Das Maiglöckchen ist giftig!

2014: "Giftpflanze des Jahres"

Heilpflanze

Convallariae herba, Maiglöckchenkraut, ist vom Bundesgesundheitsamt mit einer Positiv-Monographie bedacht worden:

www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

Symbolisches

Marianne Beuchert widmet dem Maiglöckchen ein kleines Kapitel in ihrem Buch "Symbolik der Pflanzen" (S. 203).

Das Maiglöckchen in der Bildenden Kunst

Darstellungen des Maiglöckchens finden sich auf den Bildern:

 

-"Das Paradiesgärtlein" des Oberrheinischen Meisters um 1410/20. Auf diesem Bild sind noch weitere 23 Pflanzen- und 12 Vogelarten identifizierbar dargestellt. Das Bild kann gesehen werden im Städel Museum in Frankfurt und auf dessen Homepage (s. www.staedelmuseum.de)

 

-"Madonna in den Erdbeeren", um 1425, vom Meister des Paradiesgärtleins in der Altmeistersammlung des Kunstmuseums Solothurn und auf dessen Homepage (s. www.kunstmuseum-so.ch). Gesehen habe ich das Bild in der Großen Landesausstellung '14 Baden-Württemberg "Das Konstanzer Konzil" in Konstanz.

16.05.2017 - Sächsische Schweiz
16.05.2017 - Sächsische Schweiz

In der Sächsischen Schweiz kommen die Maiglöckchen geradezu massenhaft vor und blühen auch.

16.05.2017 - Sächsische Schweiz
16.05.2017 - Sächsische Schweiz

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit Bärlauch und Allermanns-harnisch.

 

Das Maiglöckchen in der Fachliteratur

Hildegard von Bingen (1098 - 1179) hat als Erste über die Heilwirkung des Maiglöckchens geschrieben  (siehe www.welterbe-klostermedizin.de).

Das Maiglöckchen hat im "Lehrbuch der bioloischen Heilmittel" (Bd. 5) von Gerhard Madaus (1938) ein eigenes Kapitel.

Nach Steffen Guido Fleischhauer in "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 wurden laut weniger Quellen die Blüten früher als Aroma genutzt, trotz gefährlich giftiger Wirkung aller Pflanzenteile.

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Maiglöckchens findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Laut www.floraweb.de liegen für das Maiglöckchen keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Das Maiglöckchen wird im Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka ausführlich beschrieben

(siehe www. arzneipflanzenlexikon.info).

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

16.05.2016 - Wald oberhalb von Sipplingen am Überlinger See
16.05.2016 - Wald oberhalb von Sipplingen am Überlinger See

In Gärten gibt es Unmengen von Maiglöckchen, die kaum zu bändigen sind, aber bei einem Spaziergang im Wald in Oberschwaben muss man großes Glück haben um ein blühendes Exemplar zu finden, nichtblühende Exemplare findet man öfters.

14.05.2013 - Wald bei Bergatreute
14.05.2013 - Wald bei Bergatreute
In meinem Herbarium von 1969
In meinem Herbarium von 1969