Chelidonium majus - Schöllkraut

Familie: Mohngewächse - Papaveraceae

Eurasiatische Pflanze

"Unkraut- oder Ruderalpflanze"

Namen

Englisch: Celandine

Französisch: Chélidoine

Italienisch: Erba da Porri, Celidonia

Das Schöllkraut ist giftig!

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit nur 1 Chelidonium-Art, die auch in Deutschland vorkommt.

Heilpflanze

Chelidonii herba, Schöllkraut, ist vom Bundesgesundheitsamt mit einer Positiv-Monographie bedacht worden:

www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

Symbolisches

Rosemarie Gebauer, eine Diplombiologin, die sich auf botanisch-literarische Zusammenhänge spezialisiert hat, geht in ihrem sehr schön gestalteten  Büchlein  "Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut. Vom Zauber alter Pflanzennamen" von 2015 in einem eigenen kleinen Kapitel der Frage nach, wie das Schöllkraut zu seinem deutschen und lateinischen Namen gekommen ist und macht dabei auch auf botanische Besonderheiten aufmerksam.

Das Schöllkraut in der Fachliteratur

Hildegard von Bingen (1098 - 1179) hat sich auch mit dem Schöllkraut, das bei ihr "grintwurz" heißt, als Arzneimittel auseinandergesetzt,

siehe www.welterbe-klostermedizin.de und Karl Heinz Reger, "Hildegard Medizin. Die natürlichen Kräuterrezepte und Heilverfahren der hl. Hildegard von Bingen", Orbis Verlag 1998).

Auf derselben Seite findet man ein aktuelles Portrait des Schöllkrauts der Forschergruppe Klostermedizin.

Maria Treben empfiehlt das Schöllkraut als Heilpflanze in ihrem umstrittenen Werk "Gesundheit aus der Apotheke Gottes".

Dr. Claudia Urbanovsky beschreibt in Ihrem Buch "Der Garten der Druiden.Das geheime Kräuterwissen der keltischen Heiler" von 2008 das Schöllkraut als von den Druiden genutzte Heilpflanze.

Das Schöllkraut hat im "Lehrbuch der bioloischen Heilmittel" (Bd. 4),  von Gerhard Madaus (1938) unter dem Namen "Chelidonium" ein eigenes Kapitel.

Eine Beschreibung des Schöllkrauts findet sich bei Jürgen Feder, 2014 (amüsant und informativ!).

Auch in seinem Buch "Feders Kleine Kräuterkunde" von 2017 befasst sich Jürgen Feder mit dem Schöllkraut, aber nicht um es als giftige Pflanze  kulinarisch zu empfehlen, sondern weil es sich um eine alte Heilpflanze handelt (S. 84).

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Schöllkrauts findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Das Schöllkraut ist laut www.floraweb.de Raupen-Futterpflanze für 3 Falterarten (Eulenfalter).

Das Schöllkraut wird im Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka ausführlich beschrieben

 

(siehe www. arzneipflanzenlexikon.info).

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

In meinem Herbarium von 1969
In meinem Herbarium von 1969