Familie: Korbblütlergewächse - Asteraceae
Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 60-100 "Conyza"-Arten; für Deutschland werden dort 3 Arten und 1 Gattungsbastard beschrieben.
Sebald, Seybold, Philippi und Wörz, 1996, Bd. 6, S. 83, sprechen von etwa 80-100 "Conyza"-Arten, die in den Tropen und Sutropen beheimatet sind. In Europa kommen nur 2 fest eingebürgerte Arten vor: C. canadensis und C. bonariensis. Die Gattung "Conyza" soll eng mit der Gattung "Erigeron" verwandt sein.
Ursprünglich nordamerikanische Pflanze
"Pionierpflanze", "Neophyt"
Namen
Englisch: Canada Fleabane, Horse Weed
Französisch: Vergerette du Canada
Italienisch: Saeppola canadese
Das Kanadische Berufkraut hat im "Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 6), 1938, von Gerhard Madaus unter dem Namen "Erigeron canadensis" ein eigenes Kapitel.
Steffen Guido Fleischhauer hat das Kanadische Berufkraut in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Originell und sachkundig befasst sich Jürgen Feder in seinem Buch "Feders Kleine Kräuterkunde" von 2017 mit kulinarischen und sonstigen Anwendungen des Kanadischen Berufkrauts und hält dem "Eindringling" die Stange (S. 155f).
Alexandra-Maria Klein und Julia Krohmer führen das Kanadische Berufkraut mit dem Attribut "Giftresistentes Superweed" bei ihren Stadtpflanzen auf ("Das wächst in deiner Stadt". S. 42, 2023): in den USA hat das Kanadische Berufkraut eine Glyphosat-Resistenz entwickelt.
Weitere Fotos zum Kanadischen Berufkraut findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Jürgen Feder bespricht das Kanadische Berufkraut in seinem Buch "Der Segen der Einwanderer. Neophyten - unsere pflanzlichen Neubürger und was sie für unser Ökosystem bedeuten" von 2022 ausführlich.
Vielseitige Information und sehr schöne Bilder zum Kanadischen Berufskraut findet man, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.
Laut www.floraweb.de liegen für das Kanadische Berufkraut keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.
Jonas Frei hat das Kanadische Berufkraut in sein sehr ansprechendes und informatives Buch "Stadtwildpflanzen", 2022, aufgenommen (S. 258).
Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:
Auch: Erigeron bonariensis
"Pionierpflanze in niedrigen Lagen", "Neophyt"
Stammt aus Südamerika
Gilt laut Floraweb in Deutschland als in Einbürgerung befindlicher Neophyt.
Namen
Englisch: Argentine fleabane, Flex-leaf fleabane
Französisch: Vergerette de Buenos Aires, Erigeron crépu
Italienisch: Saeppola die Buenos Aires, Coniza di Buenos Aires
Spanisch: Rama negra
In Oberschwaben kommt das Argentinische Berufkraut bis jetzt noch nicht vor. Auf Sizilien habe ich es mehrmals gesehen. Dort gilt es als eingebürgerter Neophyt.
Eine Beschreibung und schöne Fotos des Argentinischen Berufkrauts findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Wird laut www.actaplantarum.org in Südamerika und auch in Italien als Heilpflanze angesehen.
Laut Floraweb liegen für das Argentinische Berufkraut keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.
Laut Wikipedia wird das Argentinische Berufkraut heute aufgrund molekulargenetischer Untersuchungen zur Gattung "Erigeron" gestellt.
Laut Sebald, Seybold, Philippi und Wörz, 1996, Bd. 6, S. 85, wurde das Argentinische Berufkraut bereits Mitte des 18. Jahrhunderts im markgräflichen Garten in Karlsruhe als Gartenpflanze eingeführt.
Jonas Frei hat auch das Argentinische Berufkraut in sein sehr ansprechendes und informatives Buch "Stadtwildpflanzen", 2022, aufgenommen (S. 258).
Blühmonate: Juli bis Oktober
Standorte: Ruderalstellen: Schutt, Umschlagplätze, nährstoffanspruchsvoll
Häufigkeit: als Neophyt zerstreut in Rheinland-Pfalz und Saarland, selten in Süd-Niedersachsen; als unbeständiger Neophyt selten in Baden-Württemberg, Thüringen und Nord-Sachsen
Areal: australes bis subtropisches Amerika
Halbrosettenpflanze
Sommerannuell
Windausbreitung der Samen
Vergesellschaftung: wächst im Verband "Wege-Rauken-Gesellschaften" (V Sisymbrion officinalis; V Sisymbr.).
Synonyme: Erigeron bonariensis, Erigeron crispus
