Capsella bursa-pastoris - Gewöhnliches Hirtentäschelkraut

Familie: Kreuzblütler - Brassicaceae

Weltweit verbreitet; evt. ursprünglich mediterran

"Unkraut- oder Ruderalpflanze"

Namen

Englisch: Shepherd's Purse

Französisch: Capselle bourse á pasteur

Italienisch: Borsapastore comune

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 5 "Capsella"-Arten; für Deutschland werden dort 2 Arten beschrieben.

Das Gewöhnliche Hirtentäschelkraut steht In Baden-Württemberg auf Platz 4 der Liste der 100 häufigsten Pflanzenarten: www.flora.naturkundemuseum-bw.de/bestimmung.htm

Heilpflanze

Bursae pastoris herba, Hirtentäschelkraut, ist vom Bundesgesundheitsamt mit einer Positiv-Monographie bedacht worden:

www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

Symbolisches

Rosemarie Gebauer, eine Diplombiologin, die sich auf botanisch-literarische Zusammenhänge spezialisiert hat, geht in ihrem sehr schön gestalteten  Büchlein  "Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut. Vom Zauber alter Pflanzennamen" von 2015 in einem eigenen kleinen Kapitel der Frage nach, wie das Gewöhnliche Hirtentäschkraut zu seinem deutschen und lateinischen Namen gekommen ist und macht dabei auch auf botanische Besonderheiten aufmerksam.

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit Mohn- und Turmkraut-Arten.

 

Das Gewöhnliche Hirtentäschelkraut in der Fachliteratur

Das Gewöhnliche Hirtentäschelkraut hat im "Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 4)  von Gerhard Madaus (1938) unter dem Namen "Bursa pastoris" ein eigenes Kapitel.

Maria Treben empfiehlt das Gewöhnliche Hirtentäschelkraut als Heilpflanze in ihrem umstrittenen Werk "Gesundheit aus der Apotheke Gottes".

Im „Feld- Wald- und Wiesenkochbuch, Kochuchverlag Heimeran, 1978 von Eve Marie Helm hat der Bärenklau ein eigenes Kapitel.

Steffen Guido Fleischhauer hat das Hirtentäschelkraut in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Roger Kalbermatten schreibt über das Hirtentäschelkraut in seinem Buch "Wesen und Signatur der Heilpflanzen. Die Gestalt als Schlüssel zur Heilkraft der Pflanzen", AT Verlag, 7. Aufl. 2011 unter den Aspekten "Bewahren, Einschränken, Umrahmen".

Empfehlungen und Rezepte zur gehobenen kulinarischen Verarbeitung des Gewöhnlichen Hirtentäschelkrauts findet man in Meret Bisseggers Buch "Meine wilde Pflanzenküche. Bestimmen, Sammeln und Kochen von Wildpflanzen", 6. Aufl. 2013.

Originell und sachkundig befasst sich Jürgen Feder in seinem Buch "Feders Kleine Kräuterkunde" von 2017 mit kulinarischen und sonstigen Anwendungen des Gewöhnlichen Hirtentäschelkrauts (S. 15).

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Gewöhnlichen Hirtentäschelkrauts findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Das Gewöhnliche Hirtentäschelkraut ist laut www.floraweb.de Raupen-Futterpflanze für 1 Eulenfalter. 

Das Gewöhnliche Hirtentäschelkaut wird im Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka ausführlich beschrieben

(siehe www. arzneipflanzenlexikon.info).

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

10.05.2017 - Im Baienfurter Wald
10.05.2017 - Im Baienfurter Wald
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In meinem Herbarium von 1969
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