Pimpinella spec. - Bibernelle-Arten

Familie: Doldenblütler - Apiaceae

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 150 "Pimpinella"-Arten; für Deutschland werden dort 5 Arten und 2 Unterarten und 1 Bastardform beschrieben.

Pimpinella major - Große Bibernelle

Europäische Pflanze

"Fettwiesenpflanze"

Heilpflanze

Pimpinellae radix, Bibernellwurzel, ist vom Bundesgesundheitsamt mit einer Positiv-Monographie bedacht worden;

Pimpinellae herba, Bibernellkraut, ist vom Bundesgesundheitsamt mit einer Negativ-Monographie bedacht worden:

www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

Die Große Bibernelle kommt in Baden-Württemberg in allen Naturräumen vor (Sebald/Seybold/Philippi 1992, Bd. 4).

 

Die Große Bibernelle in der Fachliteratur

Schon Hildegard von Bingen (1098 - 1179) hat über die Heilwirkung der Großen und Kleinen Bibernelle geschrieben (siehe Karl Heinz Reger, "Hildegard Medizin. Die natürlichen Kräuterrezepte und Heilverfahren der hl. Hildegard von Bingen", Orbis Verlag 1998).

Die Große Bibernelle hat im Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 9) von Gerhard Madaus (1938) zusammen mit der Kleinen Bibernelle unter dem Namen "Pimpinella alba" ein eigenes Kapitel.

Steffen Guido Fleischhauer hat die Bibernell-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Originell und sachkundig befasst sich Jürgen Feder in seinem Buch "Feders Kleine Kräuterkunde" von 2017 mit kulinarischen und sonstigen Anwendungen der Großen Bibernelle (S. 212f).

Die Große Pimpinelle ist laut www.floraweb.de als Raupen-Futterpflanze und Nektarpflanze für 6 Falterarten (auch für das Landkärtchen und den Schwalbenschwanz) von Bedeutung. 

Eine Beschreibung und schöne Fotos der Großen Bibernelle findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz  und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

14.07.2018 - NABU-Exkursion zum Weingartener "Lindele"
14.07.2018 - NABU-Exkursion zum Weingartener "Lindele"

Pimpinella saxifraga - Kleine Bibernelle

Eurasiatische Pflanze

"Trockenpflanze"

Heilpflanze

Pimpinellae radix, Bibernellwurzel, ist vom Bundesgesundheitsamt mit einer Positiv-Monographie bedacht worden;

Pimpinellae herba, Bibernellkraut, ist vom Bundesgesundheitsamt mit einer Negativ-Monographie bedacht worden:

www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

Die Kleine Bibernelle kommt in Baden-Württemberg in allen Naturräumen vor (Sebald/Seybold/Philippi 1992, Bd. 4).

Die Kleine Bibernelle findet man in Oberschwaben immer wieder.

Die Kleine Bibernelle in der Fachliteratur

Schon Hildegard von Bingen (1098 - 1179) hat über die Heilwirkung der Großen und Kleinen Bibernelle geschrieben (siehe Karl Heinz Reger, "Hildegard Medizin. Die natürlichen Kräuterrezepte und Heilverfahren der hl. Hildegard von Bingen", Orbis Verlag 1998).

Die Kleine Bibernelle hat im Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 9) von Gerhard Madaus (1938) zusammen mit der Großen  Bibernelle unter dem Namen "Pimpinella alba" ein eigenes Kapitel.

Eine Beschreibung der Kleinen Bibernelle findet sich bei Paula Kohlhaupt, 1967 Band 2.

Steffen Guido Fleischhauer hat die Bibernell-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Die Kleine Bibernelle ist laut www.floraweb.de als Raupen-Futterpflanze und Nektarpflanze für 7 Falterarten (auch für den Schwalbenschwanz) von Bedeutung. 

Eine Beschreibung und schöne Fotos der Kleinen Bibernelle findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz  und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

10.08.2020 - Im Wurzacher Ried:

Pimpinella anisum - Anis

Ostmediterrane Pflanze; gilt laut Floraweb in Deutschland als unbeständiger Neophyt

?

2014: "Heilpflanze des Jahres"

Heilpflanze

Anisi fructus, Anis, ist vom Bundesgesundheitsamt mit einer Positiv-Monographie bedacht worden:

www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

Laut Sebald/Seybold/Philippi 1992, Bd. 4 kommt Anis in Baden-Württemberg gelegentlich unbeständig auf Müllschütten vor. Floraweb zeigt derzeit für Baden-Würtemberg kein Vorkommen an.

Anis in der Fachliteratur

Anis ist unter dem Namen "anesum" die Nummer 19 des Kapitel LXX des Capitulare de Villis von Karl dem Großen.

Auch Hildegard von Bingen (1098 - 1179) hat über die Heilwirkung des Anis geschrieben (siehe Karl Heinz Reger, "Hildegard Medizin. Die natürlichen Kräuterrezepte und Heilverfahren der hl. Hildegard von Bingen", Orbis Verlag 1998).

Sebastian Kneipp schreibt in seinem  erstem  Werk "Meine Wasserkur" von 1886 über Anis als Heilpflanze und empfiehlt Anisöl für die Haus-

apotheke.

Anis hat im "Lehrbuch der bioloischen Heilmittel" (Bd. 1) von Gerhard Madaus (1938) unter dem Namen "Anisum" ein eigenes Kapitel.

Dr. med. Josef H. Kaiser bestätigt in "Das große Kneipp-Hausbuch" von 1975 die Heilwirkung von Anis.

In ihrem schönen Buch "Die Gewürzapotheke. Gesund und glücklich mit scharfen Sachen" von 2006 beschreibt Irene Dalichow auch den Anis ausführlich und führt ansprechende Rezepte und andere Anwendungsmöglichkeiten an(S. 97).

Steffen Guido Fleischhauer hat die Bibernell-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Sehr umfassend informiert Gernot Katzer im Internet über Anis, besonders auch unter dem Aspekt der Etymologie und internationalen Verwendung inkl. Rezepten: gernot-katzers-spice-pages.com

Der Anis ist laut www.floraweb.de  Raupen-Futterpflanze für den Schwalbenschwanz.

Eine Beschreibung des Anis findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz  und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.

Der Anis wird im Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka ausführlich beschrieben

(siehe www. arzneipflanzenlexikon.info).

Den Geschmack von Anis mag ich sehr gern. 

An Weihnachten gab es bei uns immer Anislaibchen und Anisschnitten.

Außerdem mag ich Anis auch in Form von Ouzo und Raki.

Anis habe ich nur in botanischen Gärten gesehen.

12.05.2019 - Botanischer Garten Universität Würzburg
12.05.2019 - Botanischer Garten Universität Würzburg

Pimpinella peregrina - Fremde Pimpinelle

Mediterrane Pflanze; gilt in Deutschland als unbeständiger Neophyt

"Unkraut- oder Ruderalpflanze"

Sebald/Seybold/Philippi 1992, Bd. 4 führen die Fremde Pimpernelle für Baden-Württemberg nicht auf. Laut aktuellem Floraweb gibt es Vorkommen am Bodensee.

17.06.2018 - An der Straße von Ravensburg nach Horgenzell
17.06.2018 - An der Straße von Ravensburg nach Horgenzell

 

 

 

Im ersten Moment habe ich an die Kleine Pimpinelle gedacht, aber die eiförmigen, abstehend behaarten Fruchtknoten sprechen für Pimpinella peregrina.

Leider hat mich mein Fotoapparat im Stich gelassen. Ich habe aber in Erinnerung, dass die Blätter auch zu Pimpinella peregrina passen.

17.06.2018 - An der Straße von Ravensburg nach Horgenzell
17.06.2018 - An der Straße von Ravensburg nach Horgenzell

 

 

 

 

Die Fremde Bibernelle in der Fachliteratur

Laut www.floraweb.de liegen für die Fremde Bibernelle keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Eine Beschreibung und schöne Fotos der Fremden Bibernelle findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

09.05.2022 -  Weingarten: die Fremde Pimpinelle ist an der Mauer beim Aufgang zur Basilika aufgetaucht:

Meine Bibernellen nebeneinander (mit Blühmonaten)