Petasites spec. - Pestwurz-Arten

Familie: Körbblütler - Asteraceae

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 20 "Petasites"-Arten; für Deutschland werden dort 4 Arten und 1 Bastardform beschrieben.

 

Petasites hybridus - Gewöhnliche Pestwurz

Eurasiatische Pflanze

"Sumpfpflanze"

Namen

Englisch: Common Butterbur

Französisch: Pétasite hybride

Italienisch: Farfaraccio maggiore

Heilpflanze

Petasitidis rhizoma, Pestwurzwurzelstock, ist vom Bundesgesundheitsamt mit einer Positiv-Monographie bedacht worden;

Petasites hybridus, Pestwurz (ganze Pflanze),  und Petasitidis folium, Pestwurzblätter, sind vom Bundesgesundheitsamt mit einer Negativ-Monographie bedacht worden:

www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

Die Gewöhnliche Pestwurz in der Fachliteratur

Schon Hildegard von Bingen (1098 - 1179) hat über die Heilwirkung der Gewöhnlichen Pestwurz, bei ihr "Großer Huflattich",  geschrieben (siehe Karl Heinz Reger, "Hildegard Medizin. Die natürlichen Kräuterrezepte und Heilverfahren der hl. Hildegard von Bingen", Orbis Verlag 1998).

Die Gewöhnliche Pestwurz hat im Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 9) von Gerhard Madaus (1938) unter dem Namen "Petasites" ein eigenes Kapitel.

Maria Treben empfiehlt die Gewöhnliche Pestwurz als Heilpflanze in ihrem umstrittenen Werk "Gesundheit aus der Apotheke Gottes".

Wolf-Dieter Storl schreibt in seinem schön gestalteten Buch "Die Seele der Pflanzen. Botschaften und Heilkräfte aus dem Reich der Kräuter" von 2009 über die Gewöhnliche Pestwurz das Kapitel 'Vergessenes, neu entdecktes Wundmittel'.

Steffen Guido Fleischhauer führt die Gewöhnliche Pestwurz in "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 als "herb, seifig bis leicht scharfe Pflanze für Gewürzasche, geringe Gemüsebeigabe" auf, die allerdings aufgrund ihrer Inhaltsstoffe derzeit als evt. krebserregend eingestuft wird.

Empfehlungen zur gehobenen kulinarischen Verarbeitung der Gewöhnlichen Pestwurz findet man in Meret Bisseggers Buch "Meine wilde Pflanzenküche. Bestimmen, Sammeln und Kochen von Wildpflanzen", 6. Aufl. 2013.

Eine Beschreibung und schöne Fotos der Gewöhnlichen Pestwurz findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit

Huflattich, Alpendost und Ge-wöhnlicher Pestwurz.

Petasites albus - Weiße Pestwurz

Eurasiatische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Englisch: White Butterbur

Französisch: Pétasite blanc

Italienisch: Farfaraccio bianco

Die Weiße Pestwurz gilt als Bienenfutterpflanze.

Die Weiße Pestwurz in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer führt die Weiße Pestwurz in "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 als "herb, seifig bis leicht scharfe Pflanze für Gewürzasche, geringe Gemüsebeigabe" auf, die allerdings aufgrund ihrer Inhaltsstoffe derzeit als evt. krebserregend eingestuft wird.

Eine Beschreibung und schöne Fotos der Weißen Pestwurz findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

10.05.2017 - Im Baienfurter Wald
10.05.2017 - Im Baienfurter Wald
10.05.2017 - Im Baienfurter Wald
10.05.2017 - Im Baienfurter Wald

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit

Huflattich, Alpendost und Ge-wöhnlicher Pestwurz.