Physalis spec. - Blasenkirsche, Judenkirsche

Familie:  Nachtschattengewächse - Solanaceae

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 80 "Physalis"-Arten; für Deutschland werden dort 2 Arten beschrieben.

Physalis alkekengi - Laternenpflanze, Gewöhnliche Blasenkirsche

Eurasiatische Pflanze

Zierpflanze, auch verwildert

Die Laternenpflanze ist schwach giftig mit Ausnahme der reifen Beeren!

08.06.2010 - In einem Garten in Wangen im Allgäu
08.06.2010 - In einem Garten in Wangen im Allgäu

In Oberschwaben habe ich die Laternenblume nur in Gärten, gesehen.

Symbolisches

Rosemarie Gebauer, eine Diplombiologin, die sich auf botanisch-literarische Zusammenhänge spezialisiert hat, geht in ihrem sehr schön gestalteten  Büchlein  "Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut. Vom Zauber alter Pflanzennamen" von 2015 in einem eigenen kleinen Kapitel der Frage nach, wie die Physalis-Arten zu ihrem Namen gekommen sind und macht dabei auch auf botanische Besonderheiten aufmerksam.

17.05.2010 - Im eigenen Garten
17.05.2010 - Im eigenen Garten

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit Gänsefuß-Arten.

Die Gewöhnliche Blasenkirsche in der Fachliteratur

Die Gewöhnliche Blasenkirsche hat im Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 9) von Gerhard Madaus (1938) ein eigenes Kapitel.

Der Apotheker Mannfried Pahlow stellt in "Das große Buch der Heilpflanzen. Gesund durch die Heilkräfte der Natur" von  2001 die Gewöhnliche Blasenkirsche als Heilpflanze aus alten Arznei- und Käuterbüchern vor. 

 

Steffen Guido Fleischhauer hat die Gewöhnliche Blasenkirsche in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Eine Beschreibung und schöne Fotos der Gewöhnlichen Blasenkirsche findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

07.09.2015 - In einem Garten am Unteren Inn
07.09.2015 - In einem Garten am Unteren Inn


07.09.2015 - In einem Garten am Unteren Inn
07.09.2015 - In einem Garten am Unteren Inn


21.09.2015 - Auf der Schwäbischen Alb bei Reutlingen
21.09.2015 - Auf der Schwäbischen Alb bei Reutlingen


Physalis peruviana - Kapstachelbeere, Peruanische Blasenkirsche

Kulturpflanze, auch verwildert

12.06.2014 - In meiner Küche
12.06.2014 - In meiner Küche

Die Kapstachelbeere in der Fachliteratur

Zahlreiche schöne Fotos und Informationen zur Kapstachelbeere findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz

12.06.2014 - In meiner Küche
12.06.2014 - In meiner Küche

Laut Wikipedia enthält die Kapstachelbeere Vitamin C, B1, Provitamin A und Eisen. Sie vereinigt Süße mit deutlicher Säure; ihr Aroma wird als eigenständig und intensiv beschrieben.

Physalis in meiner Küche

Von Evita habe ich die Verwendung der Kapstachelbeere gelernt. Sie hat mir gesagt, ein paar Physalis unter Cocktailtomaten würden sich beim Schmoren einer Tomatensoße sehr gut machen. Ich habe es probiert und war sofort begeistert und experimentiere seither mit Physalis in meiner Küche. Ich finde, dass man sie sehr vielseitig einsetzen kann, aber vor allem als aparte Zutat mit leicht bitter-süß-saurem fruchtigem Geschmack in geringer Dosierung.

Tomatensoße mit Physalis

Etwas grob geschnittene Zwiebel in Olivenöl anschwitzen, ganze oder halbierte Cocktail-Tomaten zugeben, später ein paar ganze oder halbierte Physalis zugeben und alles eine Zeitlang schmoren lassen bei kleiner Hitze. Das schmeckt so schon gut, man kann es aber noch je nach Geschmack würzen. Zum Beispiel mit Zimt oder mit frisch gemahlenem grobem Pfeffer.