Familie: Binsengewächse - Juncaceae
Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 116 "Luzula"-Arten; für Deutschland werden dort 17 Arten und einige Unterarten und Bastarfdormen beschrieben.
Sebald, Seybold, Philippi und Wörz, 1998, Bd. 8, S. 32, sprechen von ca. 80 Arten mit Hauptverbreitung in den gemäßigten bis kalten Zonen der Nordhalbkugel. Wenige Arten kommen auf der Südhalbkugel und in tropischen Gebirgen vor. In Europa kommen 31 Arten vor. In Baden-Württemberg 9 Arten.
Europäische Pflanze
"Trockenpflanze"
Namen
Französisch: Luzule des champs
Italienisch: Erba lucciola comune
Zahlreiche schöne Fotos und Informationen zur Gewöhnlichen Hainsimse findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Laut Rita Lüder, Grundkurs der Pflanzenbestimmung, 2006, S. 40, handelt es bei der Gewöhnlichen Hainsimse um eine sogenannte „Zeigerpflanze“: sie kommt vor allem auf stickstoffarmen Standorten vor und gilt als „Magerkeitszeiger“.
Steffen Guido Fleischhauer führt die Luzula-Arten in "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 auf.
Eurpäische Pflanze
"Waldpflanze"
Namen
Französisch: Luzule des bosquets
Italiensich: Erba lucciola bianca
Zahlreiche schöne Fotos und Informationen zur Weißlichen Hainsimse findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Steffen Guido Fleischhauer führt die Luzula-Arten in "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 auf.

Eurosibirische Pflanze
"Waldpflanze"
Namen
Englisch: Hairy Wood-rush
Französisch: Luzule poilue
Italienisch: Erba lucciola pelosa
Die Behaarte Hainsimse soll in Oberschwaben verbreitet vorkommen. Ich habe sie erst 2024 im altdorfer Wald kennengelernt.
Zahlreiche schöne Fotos zur Behaarten Hainsimse findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Die Behaarte Hainsimse ist laut www.floraweb.de Raupenfutterpflanze für 2 Eulenflater.
Steffen Guido Fleischhauer hat die Hainsimse-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Blühmonate: April bis Mai
Standorte: Mäßig trockene bis frische Laubmischwälder und Kiefernwälder, Waldschläge, an Waldwegen
Häufigkeit:
Areal: submeridional/montanes bis boreales Europa bis Westsibirien, vom ozeanischen bis ins schwach kontinentale Klima vorkommend (Stufe 1-6 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala).
Immergrün
Halbrosettenpflanze
Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche
Staude
Horst
Selten kurze unterirdische Ausläufer
Ameisenausbreitung der Samen
Samen langlebig (>20 Jahre)
Zeigerwerte:
Vergesellschaftung: wächst gern in der Ordnung "Buchen- und Edellaubmischwälder" (O Fagetalia sylvaticae; O Fag.), im Verband "Eichen-Birken-Wälder" (V Quercion robori-petraeae; V Querc. rob.-petr.) und in der Ordnung "Kiefern- und Fichtenwälder, subalpine Zwergstrauchgebüsche" (O Vaccinio-Piceetalia; O Vacc.-Pic).
Mittel- und Südeuropäische Pflanze
"Waldpflanze"
Namen
Englisch: Snow-white Wood-rush
Französisch: Luzule blanc-de-neige
Italienisch: Erba lucciola maggiorean
Laut Floraweb gilt die Schneeweiße Hainsimse in Deutschland als gefährdet.
In Baden-Würrtemberg soll die Schneeweiße Hainsimse nur an einem Standort im Nordschwarzwald vorkommen. Ansonsten kommt sie nur in Südbayern vor.
Weitere Fotos der Schneeweißen Hainsimse findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung der Schneeweißen Hainsimse kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.
Beim "Portale della Flora d’Italia" unter der Adresse https://dryades.units.it/floritaly/ sieht man den floristischen Status der Pflanze in den verschiedenen italienischen Regionen. Außerdem gibt es hier viele weitere schöne Fotos der Pflanze zu sehen.
Laut www.floraweb.de liegen für die Schneeweiße Hainsimse keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.
Blühmonate: Juni bis August
Standorte: Mäßig frische bis frische Laub- und Nadelmischwälder, kalkmeidend
Häufigkeit: zerstreute Vorkommen, also in 5-40% der Kartierflächen, in Südwestbayern: Alpen: Wettersteingebirge, selten, in weniger als 5% der Kartierflächen, im Ostallgäu
Areal: submeridional/subalpines bis südlichtemperat/montanes Europa, nur im ozeanischen Klima vorkommend (Stufe 2-3 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala).
Immergrün
Halbrosettenpflanze
Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche
Staude
Rhizom und Ausläufer
Vorweiblichkeit: die Narbe öffnet sich oder wird belegbar, bevor sich die Staubbeutel (der Blüte oder des Blütenstandes) öffnen
Windbestäubung, Insektenbestäubung
Stoß(Schüttel)ausbreitung der Samen
Zeigerwerte:
Vergesellschaftung: wächst gern im Verband "Bodensaure Hainsimsen-Buchenwälder" (V Luzulo-Fagion; V Luz.-Fag.) sowie im Verband "Eichen-Birken-Wälder" (V Quercion robori-petraeae; V Querc. rob.-petr.).
Ich habe diese schöne Pflanze bis jetzt nur im Trentino gesehen. Durch ihren erfreulichen Anblick ist sie nicht zu übersehen.