Mentha spec. - Minze-Arten

Familie: Lippenblütler - Lamiaceae

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 20 "Mentha"-Arten; für Deutschland werden dort 6 Arten und zahlreiche Bastardformen beschrieben.

 

In der Gattung "Mentha" besteht eine starke Tendenz zu Bastardisierungen. Kultiviert werden vor allem solche Bastardminzen. Die Bestimmung der Unterarten und Varietäten erfordert botanisches Spezialwissen.

Symbolisches

Marianne Beuchert behandelt in ihrem Buch "Symbolik der Pflanzen" die Minze-Arten in einem emeinsamen Kapitel (S. 217).

Die Minzen in der Fachliteratur

Der Mönch Walahfried Strabo von der Reichenau schreibt schon  in seinem Lehrgedicht "Liber de Cultura Hortorum" (auch "Hortulus" genannt) aus dem Jahr 827 allgemein über die Minzen, wobei er allerdings die Polei-Minze ausnimmt und diese extra abhandelt (s.u.): "Menta"

Auch Hildegard von Bingen (1098 - 1179) hat über die Heilwirkung der Minzen geschrieben (siehe Karl Heinz Reger, "Hildegard Medizin. Die natürlichen Kräuterrezepte und Heilverfahren der hl. Hildegard von Bingen", Orbis Verlag 1998).

Sehr umfassend informiert Gernot Katzer im Internet über die Minzen, besonders auch unter dem Aspekt der Etymologie und internationalen Verwendung inkl. Rezepten: gernot-katzers-spice-pages.com

Steffen Guido Fleischhauer führt die Minzen  in "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 als "bekannt aromatische Pflanzen für Salate, Süßspeisen, Tee, Gewürze". Allerdings sind ihre ätherischen Öle in hoher Dosierung giftig, besonders bei Mentha pulegium.

Mentha aquatica - Wasser-Minze

Eurasiatisch-afrikanische Pflanze

"Sumpfpflanze"

Namen

Englisch: Water MInt

Französisch: Menthe aquatique

Italienisch: Mentha d'acqua

Die Wasser-Minze in der Fachliteratur

Die Wasser-Minze ist unter dem Namen "sisimbrium" die Nummer 41 des Kapitel LXX des Capitulare de Villis von Karl dem Großen.

Sebastian Kneipp schreibt in seinem erstem  Werk "Meine Wasserkur" von 1886 über die Pfeffer- und  Wasser-Minze als Heilpflanzen und empfiehlt sie zur Teebereitung und als Pulver für die Hausapotheke, wobei Kneipp der Wasser-Minze aufgrund ihrer stärkeren Wirkung den Vorzug gibt.

Dr. med. Josef H. Kaiser rät dagegen  in "Das große Kneipp-Hausbuch" von 1975 von der Verwendung der Wasser-Minze ab wegen schwächerer Wirkung und gibt der Pfeffer-Minze eindeutig den Vorzug.

Dr. Claudia Urbanovsky beschreibt in Ihrem Buch "Der Garten der Druiden.Das geheime Kräuterwissen der keltischen Heiler" von 2008 die Wasser-Minze als von den Druiden genutzte Heilpflanze.

Eine Beschreibung und schöne Fotos der Wasser-Minze findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Christian Rätsch beschreibt die Minzel in seinem Buch "Heilpflanzen der Antike. Mythologie, Heilkunst und Anwendung" von 2015.

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

Mentha x piperita - Pfeffer-Minze

"Kulturpflanze" (= M.aquatica x M. spicata)

2004:  "Arzneipflanze des Jahres"  (siehe www.welterbe-klostermedizin.de)

Heilpflanze

Menthae piperitae aetheroleum, Pfefferminzöl, und Menthae piperitae folium, Pfefferminzblätter, sind vom Bundesgesundheitsamt jeweils mit einer Positiv-Monographie bedacht worden:

www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

 

Ein Abzählvers aus meiner Kindheit:

 

Pfefferminzbonbon,

Elegant eins-a,

Alle Affen, die da gaffen

Machen hm-ta-ta,

Wer mir das nachsagen kann,

Der ist draus.

Die Pfeffer-Minze in der Fachliteratur

Sebastian Kneipp schreibt in seinem erstem  Werk "Meine Wasserkur" von 1886 über die Pfeffer- und  Wasser-Minze als Heilpflanzen und empfiehlt sie zur Teebereitung und als Pulver für die Hausapotheke, wobei Kneipp der Wasser-Minze aufgrund ihrer stärkeren Wirkung den Vorzug gibt.

Die Pfeffer-Minze hat  im "Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 8) von Gerhard Madaus (1938) ein eigenes Kapitel.

Dr. med. Josef H. Kaiser rät dagegen  in "Das große Kneipp-Hausbuch" von 1975 von der Verwendung der Wasser-Minze ab wegen schwächerer Wirkung und gibt der Pfeffer-Minze eindeutig den Vorzug und erläutert ihre Anwendungsmöglichkeiten.

Sehr umfassend informiert Gernot Katzer im Internet über die Pfeffer-Minze, besonders auch unter dem Aspekt der Etymologie und internationalen Verwendung inkl. Rezepten: gernot-katzers-spice-pages.com

Dr. Claudia Urbanovsky beschreibt in Ihrem Buch "Der Garten der Druiden.Das geheime Kräuterwissen der keltischen Heiler" von 2008 die Pfeffer-Minze als von den Druiden genutzte Heilpflanze.

Claudia Ritter trägt in ihrem Buch "Heimische Nahrungspflanzen als Heilmittel. Gemüse, Früchte und Getreide - von Ackerbohne bis Zwiebel Pflanzenkunde, Heilanwendungen und Rezepte" von 2013 Wissenswertes über die Pfefferminze zusammen.

Ein Portrait der Pfefferminze findet sich auf einer Internetseite der Forschergruppe Klostermedizin, siehe www.welterbe-klostermedizin.de

Christian Rätsch beschreibt die Minze in seinem Buch "Heilpflanzen der Antike. Mythologie, Heilkunst und Anwendung" von 2015.

Die Pfeffer-Minze wird im Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka ausführlich beschrieben

(siehe www. arzneipflanzenlexikon.info).

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

Mentha arvensis - Acker-Minze

Eurosibirisch-nordamerikanische Pflanze

"Unkraut- oder Ruderalpflanze"

Die Acker-Minze in der Fachliteratur

Dr. Claudia Urbanovsky beschreibt in Ihrem Buch "Der Garten der Druiden.Das geheime Kräuterwissen der keltischen Heiler" von 2008 die Acker-Minze als von den Druiden genutzte Heilpflanze.

Eine Beschreibung der Acker-Minze finden sich bei Jürgen Feder, 2014

Zahlreiche schöne Fotos und Informationen zur Acker-Minze findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz

Mentha arvensis var. piperascens wird im Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka ausführlich beschrieben

(siehe www. arzneipflanzenlexikon.info).

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit Calamintha-Arten.

 

Mentha longifolia - Ross-Minze, Langblättrige Minze

Eurasiatische Pflanze

"Sumpfpflanze"

Namen

Englisch: Horse MInt

Französisch: Menthe á longues feuilles

Italienisch: Mentha selvatica

Die Ross-Minze in der Fachliteratur

Die Ross-Minze ist unter dem Namen "mentastrum" die Nummer 43 des Kapitel LXX des Capitulare de Villis von Karl dem Großen.

Eine Beschreibung und schöne Fotos der Ross-Minze findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Mentha pulegium - Polei-Minze

Ursprünglich mediterrane Pflanze

"Sumpf-Pflanze"

Die Polei-Minze ist gitftig!

Die Polei-Minze in der Fachliteratur

Die Polei-Minze ist unter dem Namen "puledium" die Nummer 29 des Kapitel LXX des Capitulare de Villis von Karl dem Großen.

Der Mönch Walahfried Strabo von der Reichenau schreibt schon in seinem Lehrgedicht "Liber de Cultura Hortorum" (auch "Hortulus" genannt) aus dem Jahr 827 über die Polei-Minze: "Puleium"

Die Polei-Minze hat  im "Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 8) von Gerhard Madaus (1938) ein eigenes Kapitel.

Eine Beschreibung und schöne Fotos der Polei-Minze findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Christian Rätsch beschreibt die Minze in seinem Buch "Heilpflanzen der Antike. Mythologie, Heilkunst und Anwendung" von 2015.

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

Mentha spicata - Grüne Minze

Eventuell südeuropäische Pflanze

"Unkraut- oder Ruderalpflanze"

10.05.2013 - Botanischer Erlebnisgarten Altenburg
10.05.2013 - Botanischer Erlebnisgarten Altenburg

Die Grüne Minze in der Fachliteratur

Die Grüne Minze ist unter dem Namen "mentam" die Nummer 42 des Kapitel LXX des Capitulare de Villis von Karl dem Großen.

Christian Rätsch beschreibt die Minze in seinem Buch "Heilpflanzen der Antike. Mythologie, Heilkunst und Anwendung" von 2015.

Zahlreiche schöne Fotos und Informationen zur Grünen Minze findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz

10.05.2013 - Botanischer Erlebnisgarten Altenburg
10.05.2013 - Botanischer Erlebnisgarten Altenburg

Meine Minzen nebeneinander (mit Blühmonaten)