Marrubium vulgare - Gewöhnlicher Andorn

Familie: Lippenblütler - Lamiaceae

Mediterrane Pflanze

"Unkraut- oder Ruderalpflanze"

Weltweit gibt es 40 "Marrubium"-Arten; in "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" werden 2 Arten und 1 Bastardform beschrieben.

2018:  "Arzneipflanze des Jahres"  (siehe www.welterbe-klostermedizin.de)

Heilpflanze

Marrubii herba, Andornkraut, ist vom Bundesgesundheitsamt mit einer Positiv-Monographie bedacht worden:

www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

10.09.2010
10.09.2010

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit Schwarznessel-Arten.

 

Der Gewöhnliche Andorn in der Fachliteratur

Der Mönch Walahfried Strabo von der Reichenau schreibt in seinem Lehrgedicht "Liber de Cultura Hortorum" (auch "Hortulus" genannt) aus dem Jahr 827 über den Andorn:  "Marrubium"

Auch Hildegard von Bingen (1098 - 1179) hat über die Heilwirkung des Gewöhnlichen Andorns geschrieben (siehe Karl Heinz Reger, "Hildegard Medizin. Die natürlichen Kräuterrezepte und Heilverfahren der hl. Hildegard von Bingen", Orbis Verlag 1998).

Der Gewöhnliche Andorn hat im "Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 8) von Gerhard Madaus (1938) ein eigenes Kapitel.

Apotheker Mannfried Pahlow empfiehlt seinem Buch "Das große Buch der Heilpflanzen. Gesund durch die Heilkräfte der Natur", Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 2001, den Andorn besonders bei Husten, Galle- und Leberleiden und bei Appetitlosigkeit. Er soll auch keine Nebenwirkungen haben.

Dr. Claudia Urbanovsky beschreibt in Ihrem Buch "Der Garten der Druiden.Das geheime Kräuterwissen der keltischen Heiler" von 2008 den Gewöhnlichen Andorn als von den Druiden genutzte Heilpflanze.

Eine Beschreibung des Gewöhnlichen Andorns findet sich bei Jürgen Feder, 2014.

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Gewöhnlichen Andorns findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Der Gewöhnliche Andorn wird im Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka ausführlich beschrieben

(siehe www. arzneipflanzenlexikon.info).

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966: