Tanacetum spec. - Rainfarn, Balsamkraut, Mutterkraut, Straußmargerite

Familie: Körbchenblütler - Asteraceae

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 160 "Tanacetum"-Arten; für Deutschland werden dort 6 Arten beschrieben.

 

Tanacetum vulgare - Rainfarn

Eurasiatische Pflanze

"Unkraut- oder Ruderalpflanze"

Namen

Englisch: Tansy

Französisch:  Tanaisie commune

Italienisch: Erba amara selvativa

Der Rainfarn ist giftig!

Pflanze mit charakteristischem Geruch

Heilpflanze

Chrysanthemi vulgaris flos, Rainfarnblüten, und Chrysanthemi vulgaris herba, Rainfarnkraut, sind vom Bundesgesundheitsamt mit einer Negativ-Monographie bedacht worden:

www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

02.09.2019 - Wallis, An der Saas bei Saas Grund
02.09.2019 - Wallis, An der Saas bei Saas Grund

Der Rainfarn in der Fachliteratur

Der Rainfarn ist unter dem Namen "tanazitam" die Nummer 44 des Kapitel LXX des Capitulare de Villis von Karl dem Großen.

Der Mönch Walahfried Strabo von der Reichenau schreibt schon in seinem Lehrgedicht "Liber de Cultura Hortorum" (auch "Hortulus" genannt) aus dem Jahr 827 über den Rainfarn: "Ambrosia"

Der Rainfarn hat im Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 11) von Gerhard Madaus (1938) ein eigenes Kapitel.

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 1966: Gemäß Ergänzungsbuch zum Deutschen Arzneibuch 6. Ausgabe war der Rainfarn noch offizinell und Stammpflanze von Flores Tanaceti Rainfarnblüten, Wurmfarnblüten), Herba Tanaceti (Rainfarnkraut, Wurmkraut) und Oleum Tanaceti (Rainfarnöl). Außerdem ist Reinfarn die Stammpflanze der homöopathischen Urtinktur "Tanacetum vulgare" nach dem Homöopathischen Arzneibuch.

Wolf-Dieter Storl, 2009:  in dem schön gestalteten Buch "Die Seele der Pflanzen. Botschaften und Heilkräfte aus dem Reich der Kräuter" schreibt er über den Rainfarn das Kapitel 'Wider Würmer und Dämonen'.

Steffen Guido Fleischhauer hat den Rainfarn in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Jürgen Feder, 2014

Originell und sachkundig befasst sich Jürgen Feder in seinem Buch "Feders Kleine Kräuterkunde" von 2017 mit kulinarischen und sonstigen Anwendungen des Rainfarns (S. 175f).

Der Rainfarn ist laut www.floraweb.de als Raupen-Futterpflanze und Nektarpflanze für 15 Falterarten von Bedeutung. 

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Rainfarns findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit

Kälberkropf- und Hundskamille-Arten.

Tanacetum parthenium - Mutterkraut

Ursprünglich ostmediterrane Pflanze; gilt in Deutschland als eingebürgerter Neophyt

"Unkraut- oder Ruderalpflanze"

Pflanze mit charakteristischem Geruch, Gewürzpflanze

03.07.2011 - Im eigenen Garten
03.07.2011 - Im eigenen Garten

Das Mutterkraut in der Fachliteratur

Das Mutterkraut ist unter dem Namen "febrefugiam" die Nummer 46b des Kapitel LXX des Capitulare de Villis von Karl dem Großen.

Steffen Guido Fleischhauer hat das Mutterkraut in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Laut www.floraweb.de liegen für das Mutterkraut keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Mutterkrauts findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Das Mutterkraut wird im Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka ausführlich beschrieben

(siehe www. arzneipflanzenlexikon.info).

03.07.2011 - Im eigenen Garten
03.07.2011 - Im eigenen Garten
29.06.2010 - Im eigenen Garten
29.06.2010 - Im eigenen Garten
13.08.2010
13.08.2010

Tanacetum balsamita - Balsamkraut, Marienbalsam, Gebetsbuchkraut

Auch: Chrysanthemum balsamita

Kommt aus Südwestasien

"Kulturpflanze", zuweilen verwildert, gilt in Deutschland als unbeständiger Neophyt

Pflanze mit charakteristischem Geruch, Gewürzpflanze

Das Balsamkraut in der Fachliteratur

Das Balsamkraut ist unter dem Namen "costum" die Nummer 4b des Kapitel LXX des Capitulare de Villis von Karl dem Großen.

Der Mönch Walahfried Strabo von der Reichenau schreibt schon in seinem Lehrgedicht "Liber de Cultura Hortorum" (auch "Hortulus" genannt) aus dem Jahr 827  über das Balsamkraut:  "Costus"

Steffen Guido Fleischhauer hat das Balsamkraut in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Laut www.floraweb.de liegen für das Balsamkraut keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Tanacetum corymbosum - Gewöhnliche Straußmargerite

Auch: Chrysanthemum corymbosum

Europäische Pflanze

"Waldpflanze"

19.06.2017 - Auf der Zollernalb bei Albstadt
19.06.2017 - Auf der Zollernalb bei Albstadt

Die Gewöhnliche Strauß-margerite zeichnet sich durch Geruchslosigkeit aus.

 

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit

Kleinem Mädesüß.

 

In Oberschwaben kommt die Gewöhnliche Straußmargerite nicht vor, auf der Schwäbischen Alb soll sie verbreitet vorkommen. Allerdings habe ich in 3 Tagen auf der Zollernalb nur wenige einzelne Pflänzchen gesehen.

Die Gewöhnliche Straußmargerite in der Fachliteratur

 

Steffen Guido Fleischhauer hat die Gewöhnliche Straußmargerite in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Laut www.floraweb.de liegen für die Gewöhnliche Straußmargerite keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Eine Beschreibung und schöne Fotos der Gewöhnlichen Straußmargerite findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

11.06.2016 - Botanischer Garten Universität Heidelberg
11.06.2016 - Botanischer Garten Universität Heidelberg

Üppiger gedeiht sie im Botani-schen Garten der Universität Heidelberg.

 

11.06.2016 - Botanischer Garten Universität Heidelberg
11.06.2016 - Botanischer Garten Universität Heidelberg

Meine Tanacetum-Arten nebeneinander (mit Blühmonaten)