Helleborus spec. - Nieswurz-Arten

Familie: Hahnenfußgewächse - Ranunculaceae

Alle Nieswurz-Arten sind giftig!

Alle Nieswurz-Arten sind in Deutschland geschützt!

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 21 "Helleborus"-Arten; für Deutschland werden dort 4 Arten mit 2 Unterarten beschrieben.

Sebald, Seybold, Philippi, 1993, Bd. 1, S. 236, sprechen von 22 Arten, die schwerpunktmäßig im Mittelmeergebiet und Südwestasien verbreitet sind. In Baden-Württemberg sind 2 Arten eingebürgert.

Helleborus foetidus - Stinkende Nieswurz

Südwesteuropäische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Englisch: Bear's Foot, Stinking Hellebore

Französisch: Hellébore fétide

Italienisch: Ellebore puzzolente

Die Stinkende Nieswurz ist giftig!

Die Stinkende Nieswurz ist in Deutschland geschützt!

Die Stinkende Nieswurz soll auch in Oberschwaben häufig vorkommen, was ich allerdings nicht bestätigen kann. 

Aber wenn man auf der Schwäbischen Alb wandert, sieht man sie  eigentlich immer irgendwo in einem Wald oder auch am Waldrand. Sie blüht schon sehr früh.

24.03.2015 - Im Oberen Donautal bei Hausen im Tal
24.03.2015 - Im Oberen Donautal bei Hausen im Tal

Die Stinkende Nieswurz in der Kunst

Die Stinkende Nieswurz wurde von Basilius Besler für sein 1613 veröffentliches Buch "Hortus Eystettensis", ein Dokument  des berühmten Gartens von Eichstätt, nach der Natur in Kupfer gestochen (Tafel 363).

24.03.2015 - Im Oberen Donautal bei Hausen im Tal
24.03.2015 - Im Oberen Donautal bei Hausen im Tal
24.03.2015 - Im Oberen Donautal bei Hausen im Tal
24.03.2015 - Im Oberen Donautal bei Hausen im Tal

Die Stinkende Nieswurz in der Fachliteratur

Über den Gundermann gibt es auf der Seite www.giftpflanzen.com von B. Bös ein eigenes Kapitel. Dr. Claudia Urbanovsky beschreibt in Ihrem Buch "Der Garten der Druiden. Das geheime Kräuterwissen der keltischen Heiler" von 2008 die Stinkende Nieswurz als von den Druiden aus ihrem Giftgarten genutzte Heilpflanze.

Laut Rita Lüder, Grundkurs der Pflanzenbestimmung, 2006, S. 45, handelt es sich bei der Stinkenden Nieswurz um eine sogenannte „Zeigerpflanze“: sie kommt vor allem auf kalkhaltigen Böden vor und gilt als „Kalkzeiger“.

Wolf-Dieter Storl schreibt in seinem schön gestalteten Buch "Die Seele der Pflanzen. Botschaften und Heilkräfte aus dem Reich der Kräuter" von 2009 über die Stinkende Nieswurz das Kapitel 'Gefährlich wie ein Wolf'.

Die Stinkende Nieswurz als Gartenpflanze findet Erwähnung bei Krausch, Heinz-Dieter, "Kaiserkron und Päonien rot..." Entdeckung und Einführung unserer Gartenblumen, Dölling und Galitz Verlag, 2003, S. 204, allerdings vor allem als Tierarzneipflanze.

Im Pflanzenportrait der Christrose auf der Homepage des Bochumer Botanischen Vereins e.V wird auch auf die Stinkende Nieswurz eingenangen:

www.botanik-bochum.de.

Laut Rothmaler, 2011, wächst die Stinkende Nieswurz gern in den Verbänden "Orchideen-Buchenwälder" (V Cephalanthero-Fagion; V Cephal.-Fag.), "Xerotherme Eichenmischwälder" (V Quercion pubescenti-petraeae; V Querc. pub.), "Xerothermgebüschen" (V Berberidion; V Berb.).

Eine Beschreibung und schöne Fotos der Stinkenden Nieswurz findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Über die Stinkende Nieswurz gibt es auf der Seite www.giftpflanzen.com von B. Bös ein eigenes Kapitel. 

24.03.2015 - Im Oberen Donautal bei Hausen im Tal
24.03.2015 - Im Oberen Donautal bei Hausen im Tal

Zur Stinkenden Nieswurz habe ich bei Rothmaler, 2011, gefunden:

Blühmonate: März bis Mai

Standorte: Warme, mäßig trockene Eichen- und Buchenwälder, Trockengebüsche, Waldsäume, kalkhold

Häufigkeit: 

Areal: meridional/montanes bis temperates Europa, nur im ozeanischen Klima vorkommend (Stufe 1-3 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala). 

Immergrün

Rosettenlos

Mehrphasiger Chamaephyt: Überdauerungsknospen dicht über dem Boden

kurzlebige Staude

Insektenbestäubung: Hautflügler

Ameisenausbreitung der Samen

Zeigerwerte: 

Vergesellschaftung: wächst gern in den Verbänden "Orchideen-Buchenwälder" (V Cephalanthero-Fagion; V Cephal.-Fag.), "Xerotherme Eichenmischwälder" (V Quercion pubescenti-petraeae; V Querc. pub.), "Xerothermgebüschen" (V Berberidion; V Berb.).

Verwendung: früher Heilpflanze

Giftig!

Besonders geschützt

06.04.2014 - Auf der Schwäbischen Alb: Laubwald am Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen
06.04.2014 - Auf der Schwäbischen Alb: Laubwald am Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen
06.04.2014 - Auf der Schwäbischen Alb: Laubwald am Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen
06.04.2014 - Auf der Schwäbischen Alb: Laubwald am Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen
06.04.2014 - Auf der Schwäbischen Alb: Laubwald am Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen
06.04.2014 - Auf der Schwäbischen Alb: Laubwald am Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen
17.10.2019 - Nordschwarzwald bei Calw
17.10.2019 - Nordschwarzwald bei Calw
20.09.2022 - An der Mosel bei Bernkastel
20.09.2022 - An der Mosel bei Bernkastel

Aus dem Herbarium von Dr. Wolf von Thun, Herbolzheim:

04/2006 - Sasbach/Limberg
04/2006 - Sasbach/Limberg

Helleborus viridis - Grüne Nieswurz

Mitteleuropäische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Französisch: Hellébore vert

Italienisch: Elleboro verde

Die Grüne Nieswurz ist giftig!

Die Grüne Nieswurz ist in Deutschland geschützt!

17.04.2011 - Kurpark Bad Wörishofen
17.04.2011 - Kurpark Bad Wörishofen

Die Grüne Nieswurz in der Fachliteratur:

Zahlreiche schöne Fotos und Informationen zur Grünen Nieswurz findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz

Im Pflanzenportrait der Christrose auf der Homepage des Bochumer Botanischen Vereins e.V wird auch auf die Grüne Nieswurz eingenangen:

www.botanik-bochum.de

Über die Grüne Nieswurz gibt es auf der Seite www.giftpflanzen.com von B. Bös ein eigenes Kapitel. 

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

17.04.2011 - Kurpark Bad Wörishofen
17.04.2011 - Kurpark Bad Wörishofen

Helleboris orientalis - Orientalische Nieswurz

Stammt aus Kleinasien

"Kulturpflanze", aber auch lokal als Neophyt.

Namen

Französisch: Hellébore oriental

Italienisch: Elleboro orientale

Die Orientalische Nieswurz ist giftig!

Die Orientalische Nieswurz in der Fachliteratur

Im Pflanzenportrait der Christrose auf der Homepage des Bochumer Botanischen Vereins e.V wird auch auf die Orientalische Nieswurz eingenangen: www.botanik-bochum.de

Zahlreiche schöne Fotos und Informationen zur Orientalischen Nieswurz findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz

Über die Orientalische Nieswurz gibt es auf der Seite www.giftpflanzen.com von B. Bös ein eigenes Kapitel. 

Meine Erfahrungen mit der Orientalischen Nieswurz:

Die orientalische Nieswurz habe ich einmal auf einem Pflanzenflohmarkt als junges Pflänzchen erstanden und sie hat mich lange Jahre als früh- und langblühende interessante Pflanze erfreut.

Aus dem Herbarium von Dr. Wolf von Thun, Herbolzheim:

Helleborus niger - Christrose

Südosteuropäische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Französisch: Rose de Noël

Italienisch: Elleboro blanco, Rosa di Natale

Die Christrose ist giftig!

Die Christrose ist in Deutschland besonders geschützt!

Aus meinem Herbarium von 1969; Nachtrag
Aus meinem Herbarium von 1969; Nachtrag

Symbolisches

Rosemarie Gebauer, eine Diplombiologin, die sich auf botanisch-literarische Zusammenhänge spezialisiert hat, geht in ihrem sehr schön gestalteten  Büchlein  "Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut. Vom Zauber alter Pflanzennamen" von 2015 in einem eigenen kleinen Kapitel der Frage nach, wie die Christrose zu ihrem deutschen und lateinischen Namen gekommen ist und macht dabei auch auf botanische Besonderheiten aufmerksam.

Die Christrose in der Kunst

Die Christrose hat einen Platz in "Heiteres Herbarium. Blumen und Verse" von Karl Heinrich Waggerl, 1950.

Die Christrose in der Literatur

Die berühmte französische Schriftstellerin Colette hat in "Mein literarischer Garten" von 2020 (im Original: "Pour un herbier", Lausanne 1948) liebevolle Pflanzenportraits verfasst. Die Christrose hat darin auch ein Kapitel. Das Büchlein ist wunderschön gestaltet, u.a. auch mit Abbildungen einiger Kupferstiche der Maria Sybilla Merian.

Die Christrose in der Fachliteratur

Die Christrose hat im "Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 7) von Gerhard Madaus (1938)  ein eigenes Kapitel.

Eine Beschreibung und schöne Fotos der Christrose findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Ein sehr interessantes Pflanzenportrait der Christrose findet man auf der Homepage des Bochumer Botanischen Vereins e.V:

www.botanik-bochum.de

Christian Rätsch beschreibt die Christrose in seinem Buch "Heilpflanzen der Antike. Mythologie, Heilkunst und Anwendung" von 2015 im Kapitel "Nieswurz".

Über die Christrose gibt es auf der Seite www.giftpflanzen.com von B. Bös ein eigenes Kapitel. 

Die Christrose wird auf der Homepage des Botanischen Gartens der Universität Rostock im Monat Januar 2022 sehr schön als Pflanze des Monats beschrieben, siehe www.garten.uni-rostock.de

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

20.01.2015 - Als Zierpflanze auf dem Friedhof in Obereschach
20.01.2015 - Als Zierpflanze auf dem Friedhof in Obereschach

Aus dem Herbarium von Dr. Wolf von Thun, Herbolzheim:

Helleborus argutifolius - Korsische Nieswurz

Auch: Helleborus lividus ssp. corsicus, Helleborus corsicus

Fremdländische Pflanze; Heimat: Korsika und Sardinien

19.04.2019 - Botanischer Garten der Universität Basel
19.04.2019 - Botanischer Garten der Universität Basel

Die Korsische Nieswurz in der Fachliteratur

Weitere Fotos der Korsischen Nieswurz findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Meine Nieswurz-Arten nebeneinander (mit Blühmonaten)