Huperzia selago - Teufelsklaue, Tannenbärlapp, Teufelsklee

Früher: Lycopodium selago

Eurasiatisch-amerikanische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Englisch: Fir clubmoss, Nothern Firmoss

Französisch: Lycopode sélagine, Lycopode dressé

Italienisch: Licopodio abietino

Spanisch: Musgo derecho, selago

Der Tannenbärlapp ist in Deutschland besonders geschützt.

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 200-300 "Huperzia"-Arten; für Deutschland wird dort 1 Art beschrieben.

Sebald, Seybold, Philippi, 1993, Bd. 1, S. 52, sprechen von etwa 350 Arten, die weltweit verbreitet sind. In europa kommt nur 1 Art vor.

Der Tannenbärlapp müsste auch im Alpenvorland zu finden sein, vor allem im Westallgäuer Hügelland. 

25.02.2026 - Botanischer Garten Basel, im "Mooshüsli"
25.02.2026 - Botanischer Garten Basel, im "Mooshüsli"

Der Tannenbärlapp in der Fachliteratur

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Tannenbärlapps findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Beim "Portale della Flora d’Italia" unter der Adresse https://dryades.units.it/floritaly/ sieht man den floristischen Status der Pflanze in den verschiedenen italienischen Regionen. Außerdem gibt es hier viele weitere schöne Fotos der Pflanze zu sehen.

Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung des Tannenbärlapps kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.

Der Tannenbärlapp wird in der "Enzyklopädie der Psychoaktiven Pflanzen" von Christian Rätsch, AT-Verlag 2007, S. 562,  als "alte keltisch-germanische Zauberpflanze" beschrieben. Danach enthält die Pflanze auch giftig wirkende Alkaloide.

25.02.2026 - Botanischer Garten Basel, im "Mooshüsli"
25.02.2026 - Botanischer Garten Basel, im "Mooshüsli"

Zum Tannenbärlapp habe ich bei Rothmaler, 2011, gefunden:

Blühmonate: Juli bis Oktober

Standorte: Montane Nadelwälder, Buchen- und Eichenwälder, montane bis subalpine Blockmeere und Matten, im Tiefland Sandheiden, Steinbrüche, kalkmeidend

Häufigkeit: 

Im Rückgang begriffen

Areal: australes bis arktisches Florengebiet zirkumpolar, vom ozeanischen bis im kontinentalen Klima vorkommend (Stufe 1-6 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala). 

Immergrün

Rosettenlos

Chamaephyt: Überdauerungsknospen dicht über dem Boden

Staude

Brutsprosse

Windausbreitung der Sporen

Zeigerwerte: 

Vergesellschaftung: wächst  in der Ordnung "Kiefern- und Fichtenwälder, subalpine Zwergstrauchgebüsche" (O Vaccinio-Piceetalia; O Vacc.-Pic.) sowie in den Verbänden "Bodensaure Hainsimsen-Buchenwälder" (V Luzulo-Fagion; V Luz.-Fag.) und "Eichen-Birkenwälder" (V Quercion robori-petraeae. V Querc.rob.-petr.).

Der Tannenbärlapp ist besonders geschützt

04/2006 - Litschental (Seelbach)/Kaiserstuhl; Wald, feuchter moosiger Abhang
04/2006 - Litschental (Seelbach)/Kaiserstuhl; Wald, feuchter moosiger Abhang