Bellis perennis - Ausdauerndes Gänseblümchen, Maßliebchen

Familie: Korbblütler - Asteraceae

Europäische Pflanze

"Fettwiesenpflanze"

Namen

Englisch: Daisy, English Daisy

Französisch: Pâquerette vivace

Italienisch: Pratolina comune

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 8 "Bellis"-Arten; für Deutschland wird dort 1 Art beschrieben.

Das Ausdauernde Gänseblümchen steht In Baden-Württemberg auf Platz 32 der Liste der 100 häufigsten Pflanzenarten: www.flora.naturkundemuseum-bw.de/bestimmung.htm

2017: "Heilpflanze des Jahres"

 

Tausendschön (Bellis perennis)

 

 

Einfach schmückt Anger und Wiesen das holde,

bescheidene Blümchen,

doch in den Garten verpflanzt, blüht es in Fülle und Kraft.

In der Kinderbrust schlummert die Fülle jeglicher Tugend,

sorglich, mit weiser Hand bilde Erziehung sie aus.

 

 

                                      Ludwig Bechstein (1801 - 1860),

                                      Die Blumen und das Leben

                                      

 

 

 

 

 

(veröffentlicht 1827 in Idunna. Jugend-Zeitung für Schule, Haus und Welt)

 

Bei der Gedichtsammlung "Die Blumen und das Leben" handelt es sich im ein Blumen-Alphabet. Interessant zu wissen, dass Ludwig Bechstein zunächst Apotheker war.

Symbolisches

Das Gänseblümchen hat bei Marianne Beuchert in "Symbolik der Pflanzen" ein eigenes kleines Kapitel.

Rosemarie Gebauer, eine Diplombiologin, die sich auf botanisch-literarische Zusammenhänge spezialisiert hat, geht in ihrem sehr schön gestalteten  Büchlein  "Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut. Vom Zauber alter Pflanzennamen" von 2015 in einem eigenen kleinen Kapitel der Frage nach, wie das Gänseblümchen zu seinem deutschen und lateinischen Namen gekommen ist und macht dabei auch auf botanische Besonderheiten aufmerksam.

Das Gänseblümchen ist eine "Marienpflanze"

Berühmte Darstellungen

"Das Paradiesgärtlein" des Oberrheinischen Meisters um 1410/20. Auf diesem Bild sind noch weitere 23 Pflanzen- und 12 Vogelarten identifizierbar dargestellt. Das Bild kann gesehen werden im Städel Museum in Frankfurt und auf dessen Homepage (s. www.staedelmuseum.de)

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit der Margerite.

Das Gänseblümchen in der Fachliteratur

Das Gänseblümchen hat im "Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 4) von Gerhard Madaus (1938) ein eigenes Kapitel.

Im „Feld- Wald- und Wiesenkochbuch, Kochuchverlag Heimeran, 1978 von Eve Marie Helm hat das Gänseblümchen ein eigenes Kapitel.

Die Forschergruppe Klostermedizin stellt das Gänseblümchen im Februar 2012  als "Heilpflanze des Monats" vor,

siehe www.welterbe-klostermedizin.de

Steffen Guido Fleischhauer hat das Gänseblümchen in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Roger Kalbermatten schreibt über das Ausdauernde Gänseblümchen in seinem Buch "Wesen und Signatur der Heilpflanzen. Die Gestalt als Schlüssel zur Heilkraft der Pflanzen", AT Verlag, 7. Aufl. 2011 unter den Aspekten "Unberührtheit, Unschuld, Unversehrtheit, Kindlichkeit".

Empfehlungen und Rezepte zur gehobenen kulinarischen Verarbeitung des Gänseblümchens findet man in Meret Bisseggers Buch "Meine wilde Pflanzenküche. Bestimmen, Sammeln und Kochen von Wildpflanzen", 6. Aufl. 2013.

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Gänseblümchens findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Das Gänseblümchen wird von Rudi Beiser in seinem Buch "Vergessene Heilpflanzen. Botanik, Volksheilkunde, Anwendungen" von 2016 ausführlich beschrieben.

 

Originell und sachkundig befasst sich Jürgen Feder in seinem Buch "Feders Kleine Kräuterkunde" von 2017 mit kulinarischen und sonstigen Anwendungen des Gänseblümchens und lobt dabei seine geschmacklichen Qualitäten (S. 56f).

Das Gänseblümchen ist laut www.floraweb.de Raupen-Futterpflanze für 1 Tagfalter.

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

03.04.2019 - Lochmoos
03.04.2019 - Lochmoos
In meinem Herbarium von 1969
In meinem Herbarium von 1969