Familie: Sommerwurzgewächse - Orobranchaceae (früher. Braunwurzgewächse - Scrophulariaceae)
Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 32 "Odontites"-Arten; für Deutschland werden dort 4 Arten beschrieben.
Sebald, Seybold, Philippi und Wörz, 1996, Bd. 5, S. 353, sprechen von etwa 20 Arten in Europa und Asien, die meisten kommen im Mittelmeerraum vor. In Europa kommen 15 Arten vor, in Baden-Württemberg sind 3 Arten heimisch. Sie stellen die Zahnwurz noch zu den Braunwurzgewächsen.
Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" handelt es sich bei allen "Zahntrost"-Arten in Deutschland um rosettenlose, sommer-annuelle Wurzel-Hemiparasiten.
Eurasiatische Pflanze
"Unkraut- oder Ruderalpflanze"
Namen
Italienisch: Perlina rosso
Eine Beschreibung und schöne Fotos des Gewöhnlichen Zahntrosts findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.
Auch: Euphrasia lutea
Mediterrane Pflanze
"Trockenpflanze"
Namen
Englisch: Yellow bartsia
Französisch: Odontite jaune
Italienisch: Perlina gialla, Odontite gialla
Im Alpenvorland kommt der Gelbe Zahntrost nur im westlichen Bodenseegebiet vor.
Der Gelbe Zahntrost ist laut www.floraweb.de Raupenfutterpflanze für 3 Nachtfalter.
Eine Beschreibung und schöne Fotos des Gelben Zahntrosts findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung des Gelben Zahntrosts kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.
Blühmonate: Juli bis Oktober
Standorte: Xerothermrasen, Trockengebüsch- und Eichen-Kiefernwaldsäume, kalkhold
Häufigkeit: zerstreute Vorkommen, also in 5-40% der Kartierflächen, in den Kalkgebieten Mittel- und Nordwestbayerns (Jura und Mainfranken) sowie in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Süd-Hessen, Thüringen und Süd-Sachsen-Anhalt, selten (also in weniger als 5% der Kartierflächen) in Nordost-Brandenburg, in Sachsen und Niedersachsen ausgestorben.
Die Pflanze ist im Rückgang begriffen
Areal: meridionales bis südlichtemperates Europa, vom ozeanischen bis ins schwach kontinentale Klima vorkommend (Stufe 2-7 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala).
Rosettenlos
Sommerannuell
Wurzel-Hemiparasit
Insektenbestäubung: Bienen, Selbstbestäubung
Vorweiblichkeit: die Narbe öffnet sich oder wird belegbar, bevor sich die Staubbeutel (der Blüte oder des Blütenstandes) öffnen
Windausbreitung der Samen
Zeigerwerte:
Vergesellschaftung: wächst gern in der Klasse "Basenreiche Trocken- und Halbtrockenrasen" (K Festuco-Brometea; K Fest.-Brom.), sowie in der Ordnung "Sandtrockenrasen" (O Festuco-Sedetalia; O Fest.-Sedet.) un im Verband "Xerotherme Saum-Ges." (V Geranion sanguinei; V Ger. sang.).