Viola spec. - Veilchen-Arten

Familie: Veilchengewächse - Violaceae

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 550 "Viola"-Arten; für Deutschland werden dort 27 Arten mit 8 Unterarten und zahlreichen Bastardformen beschrieben.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob die Veilchen leicht zu bestimmen wären; für einige Arten gilt das auch. Aber durch die vielen Bastardformen wird die Bestimmung ziemlich schwierig und ich habe schon oft nach hoffungsvollem Beginn doch wieder aufgegeben. Man braucht oft de Samen und wenn man die Samen hat, dann fehlt wieder die Blüte undsoweiter.

Viola odorata - März-Veilchen

Ursprünglich mediterrane Pflanze

"Waldpflanze"

2007: "Heilpflanze des Jahres"

Heilpflanze

Violae odoratae rhizoma, Märzveilchenwurzelstock; Violae odoratae herba, Märzveilchenkraut sowie Violae odoratae flos, Märzveilchenblüten, sind vom Bundesgesundheitsamt jeweils mit einer Negativ-Monographie bedacht worden:

www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

Er ists

 

Frühling läßt sein blaues Band

Wieder flattern durch die Lüfte;

Süße, wohlbekannte Düfte

Streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,

Wollen balde kommen.

- Horch, von fern ein leiser Harfenton!

Frühling, ja du bists!

Dich hab ich vernommen!

 

                                          Eduard Mörike

 

Symbolisches

Die Veilchen haben bei Marianne Beuchert in "Symbolik der Pflanzen" ein eigenes Kapitel (S. 317-319)

Rosemarie Gebauer, eine Diplombiologin, die sich auf botanisch-literarische Zusammenhänge spezialisiert hat, erzählt in ihrem sehr schön gestalteten  Büchlein  "Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut. Vom Zauber alter Pflanzennamen" von 2015 von orientalischen Sagen zum Wohlriechenden Veilchen, führt berühmte europäische Veilchen-Gedichte und zeigt es auch als Gegenstand der Malerei.

Wer alles den Namen "Viola" trägt:

- "La Traviata" (= die vom Weg Abgekommene") in Verdis Oper heißt "Violetta". In Dumas´ Romanvorlage "Die Kameliendame" heißt sie                "Marguerite".

Die Veilchen im Gedicht

Im Schwäbischen heißen die Veilchen "Veigele", wobei vor allem das Wohlriechende Veilchen gemeint ist.

 

Das März-Veilchen in der Fachliteratur

Sebastian Kneipp schreibt in seinem   erstem  Werk "Meine Wasserkur" von 1886 über die Heilwirkung des März-Veilchens und empfiehlt Veilchenblätter zur Teebereitung für die Hausapotheke, wobei er, wenn vorhanden, auch gern das frische Kraut verwendet.

Hingegen empfiehlt Dr. med. Josef H. Kaiser in "Das große Kneipp-Hausbuch" von 1975 die Veilchenwurzel als Hustenmittel, der er jedoch die Primelwurzel vorzieht.

Das März-Veilchen hat im Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 11) von Gerhard Madaus (1938) ein eigenes Kapitel.

Im „Feld- Wald- und Wiesenkochbuch, Kochuchverlag Heimeran, 1978 von Eve Marie Helm hat das Wohlriechende Veilchen ein eigenes Kapitel.

Steffen Guido Fleischhauer hat die Eberesche in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Empfehlungen zur gehobenen kulinarischen Verarbeitung des März-Veilchens findet man in Meret Bisseggers Buch "Meine wilde Pflanzenküche. Bestimmen, Sammeln und Kochen von Wildpflanzen", 6. Aufl. 2013.

Das März-Veilchen ist laut www.floraweb.de Nektarpflanze für den Kleinen Fuchs und Raupen-Futterpflanze für 6 weitere Tagfalter (darunter der Kaisermantel und 5 Perlmuttfalter). 

Eine Beschreibung und schöne Fotos des März-Veilchens findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

Viola tricolor - Gewöhnliches Stiefmütterchen

Eurasiatische Pflanze

"Trockenpflanze"

Namen

Englisch: Wild Pansy

Französisch: Pensée tricolore

Italienisch: Viola del pensiero

Heilpflanze

Violae tricoloris herbae, Stiefmütterchenkraut, ist vom Bundesgesundheitsamt mit einer Positiv-Monographie bedacht worden.

Siehe www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

In meinem Herbarium von 1969
In meinem Herbarium von 1969

Im Schwäbischen nennt man das Stiefmütterchen auch wie im Französischen "Pensée", allerdings wird es mit Betonung auf der ersten Silbe ausgesprochen. 

Symbolisches

Die Stiefmütterchen haben bei Marianne Beuchert in "Symbolik der Pflanzen" ein eigenes kleines Kapitel (S. 309).

Rosemarie Gebauer, eine Diplombiologin, die sich auf botanisch-literarische Zusammenhänge spezialisiert hat, betrachtet in ihrem sehr schön gestalteten  Büchlein  "Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut. Vom Zauber alter Pflanzennamen" von 2015 in einem eigenen kleinen Kapitel eingehend die Blüte des Gewöhnichen Stiefmütterchens und des Garten-Stiefmütterchens und sieht darin die ganze Stieffamilie vertreten. Außerdem erzählt sie noch von einer Sage, weshalb das Gewöhnliche Stiefmütterchen nicht duftet. 

Das Gewöhnliche Stiefmütterchen in der Fachliteratur

Das Gewöhnliche Stiefmütterchen hat im Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 11) von Gerhard Madaus (1938) ein eigenes Kapitel.

Steffen Guido Fleischhauer hat die Stiefmütterchen-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Roger Kalbermatten schreibt über das Gewöhnliche Stiefmütterchen in seinem Buch "Wesen und Signatur der Heilpflanzen. Die Gestalt als Schlüssel zur Heilkraft der Pflanzen", AT Verlag, 7. Aufl. 2011 unter den Aspekten "Verletzlichkeit, Echtheit und Schein".

In ihrem Buch "Kuren für Körper und Seele. Organe pflegen mit Heilpflanzen" empfiehlt Ursel Bühring das Stiefmütterchen zur Hautpflege (S. 80).

Eine Beschreibung des Gewöhnlichen Stiefmütterchens finden sich bei Jürgen Feder, 2014.

Das Gewöhnliche Stiefmütterchen ist laut www.floraweb.de  Raupen-Futterpflanze für den Kaisermantel und 8  Perlmuttfalter). 

Zahlreiche schöne Fotos und Informationen zum Gewöhnlichen Stiefmütterchen findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz

Das Gewöhnliche Stiefmütterchen wird im Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka ausführlich beschrieben

(siehe www. arzneipflanzenlexikon.info).

 

Hunnius, 1966

Viola arvensis - Feld-Stiefmütterchen, Acker-Stiefmütterchen

Auch: Viola tricolor ssp. arvensis

Ursprünglich vielleicht ostmediterrane Pflanze

"Unkraut- oder Ruderalpflanze

Namen:

Französisch: Pensée tricolore

Italienisch: Viola del pensiero

01.06.2019 - NABU-Exkursion Lochmoos
01.06.2019 - NABU-Exkursion Lochmoos

Das Feld-Stiefmütterchen ist auch in Oberschwaben anzu-treffen.

Das Feld-Stiefmütterchen in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Stiefmütterchen-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Zahlreiche schöne Fotos zum Feld-Stiefmütterchen findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz

Das Feld-Stiefmütterchen ist laut www.floraweb.de  Raupen-Futterpflanze und Nektarpflanze für den Kleinen Perlmuttfalter

02.09.2019 - Wallis, An der Saas zwischen Saas Almagell und Saas Grund
02.09.2019 - Wallis, An der Saas zwischen Saas Almagell und Saas Grund

Viola lutea - Gelbes Alpen-Stiefmütterchen, Vogesen-Stiefmütterchen

Mittel- und südeuropäische Pflanze

"Berg-Pflanze"

Volkstümliche Namen

Französisch: Pensée jaune

13.08.2011 - Hartmannsweilerkopf
13.08.2011 - Hartmannsweilerkopf

Viola lutea kommt zwar fast gar nicht in Deutschland vor, wird aber bei Floraweb als "einheimisch" eingestuft.

Das Vogesen-Stiefmütterchen in der Fachliteratur

Laut www.floraweb.de liegen für das Vogesen-Stiefmütterchen keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Zahlreiche schöne Fotos zu Viola lutea findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz

13.08.2011 - Hartmannsweilerkopf
13.08.2011 - Hartmannsweilerkopf

Viola reichenbachiana - Wald-Veilchen

Europäische Pflanze

"Waldpflanze"

Das Wald-Veilchen in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Veilchen-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Das Wald-Veilchen ist laut www.floraweb.de  Raupen-Futterpflanze für den Kaisermantel und 3  Perlmuttfalter). 

Zahlreiche schöne Fotos und Informationen zum Wald-Veilchen findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz

Viola  biflora - Zweiblütiges Veilchen

Arktisch-alpine Pflanze

"Bergpflanze"

In meinem Herbarium von 1969
In meinem Herbarium von 1969


In meinem Herbarium von 1969
In meinem Herbarium von 1969

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit Soldanella- und Parnassia-Arten.

 

Das Zweiblütige Veilchen in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Veilchen-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Das Zweiblütige Veilchen ist laut www.floraweb.de  Raupen-Futterpflanze für 5  Perlmuttfalter). 

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Zweiblütigen Veilchens findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Viola canina - Hunds-Veilchen

Eurasiatische Pflanze

"Trockenpflanze"

Volkstümliche Namen

Französisch: Violette des chiens

27.04.2015
27.04.2015

Das Hunds-Veilchen in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Veilchen-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Laut www.floraweb.de liegen für das Hunds-Veilchen keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Zahlreiche schöne Fotos und Informationen zum Hunds-Veilchen findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz

Viola alba - Weißes Veilchen

Mitteleuropäische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Englisch: Parma Violet

Französisch: Violette blanche

Italienisch: Viola bianca

09.05.2010 - Truden, Südtirol
09.05.2010 - Truden, Südtirol

Das Weiße Veilchen soll in Baden-Württemberg selten an Bodensee, Hochrhein und südlichem Oberrhein vor-kommen.

Das Weiße Veilchen in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Veilchen-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Laut www.floraweb.de liegen für das Weiße Veilchen keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Eine Beschreibung und schönere Fotos vom Weißen Veilchen als meines findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Viola hirta - Behaartes Veilchen, Raues Veilchen

Eurasiatische Pflanze

"Waldpflanze"

Volkstümliche Namen

Englisch: Hairy Violet

21.04.2012 - Botanische Exkursion mit Helmut Herwanger an die Wolfegger Ach bei Weissenbronnen
21.04.2012 - Botanische Exkursion mit Helmut Herwanger an die Wolfegger Ach bei Weissenbronnen

Das Raue Veilchen kommt in Oberschwaben vor, jedoch nicht so häufig wie in anderen Gegenden Baden-Württem-bergs.

Das Raue Veilchen in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Veilchen-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Eine Beschreibung und schönere Fotos vom Rauen Veilchen als meines findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Das Raue Veilchen ist laut www.floraweb.de  Raupen-Futterpflanze 10 Perlmuttfalterarten und den Kaisermantel.

Meine Veilchen nebeneinander (mit Blühmonaten)