Viscum album - Mistel

Familie: Leinblattgewächse - Santalaceae

Eurasiatische Pflanze

"Waldpflanze"

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 65 "Viscum"-Arten; für Deutschland werden dort 1 Art und 2 Unterarten beschrieben.

2003: "Heilpflanze des Jahres"

2002: "County Flower of the United Kingdom" (County Herfordshire, England, Mistletoe, Naitve)

https://en.wikipedia.org/wiki/County_flowers_of_the_United_Kingdom

Heilpflanze

Visci albi herba, Mistelkraut, ist vom Bundesgesaundheitsamt mit einer Positiv-Monographie bedacht worden;

Visci albi fructus, Mistelbeeren; sowie Visci albi stipites, Mistelstengel, sind vom Bundesgesundheitsamt jeweils mit einer Negativ-Monographie bedacht worden:

www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

Symbolisches

Die Mistel hat bei Marianne Beuchert in "Symbolik der Pflanzen" ein großes eigenes Kapitel (S. 219-223).

Rosemarie Gebauer, eine Diplombiologin, die sich auf botanisch-literarische Zusammenhänge spezialisiert hat, befasst sich in ihrem sehr schön gestalteten  Büchlein  "“Frau Haselin und Drecksäck. Die wunderbare Welt unserer Bäume und Sträucher“ von 2016 damit, welche Rolle bestimmte Bäume und Sträucher in unserer Vergangenheit und in der Welt der Dichter und Maler, der Märchen und Sagen spielen. Dabei erklärt sie auch ihre verschiedenen Namen und außerdem  auf anschauliche Weise botanische Besonderheiten. 

Der Mistel widmet sie darin ein eigenes Kapitel.

Die Mistel in der Fachliteratur

Schon  Hildegard von Bingen (1098 - 1179) hat über die Heilwirkung der Mistel geschrieben (siehe Karl Heinz Reger, "Hildegard Medizin. Die natürlichen Kräuterrezepte und Heilverfahren der hl. Hildegard von Bingen", Orbis Verlag 1998).

Nach Sebastian Kneipps  erstem  Werk "Meine Wasserkur" von 1886 sollte die Mistel zur Teebereitung  in jeder Hausapotheke vorrätig sein.

Dr. med. Josef H. Kaiser bestätigt in "Das große Kneipp-Hausbuch" von 1975 die Anwendung der Mistel als leichtes blutdrucksenkendes Mittel und erwähnt auch den Einsatz von Mistelinjektionen bei Arthrose und Krebsleiden.

Maria Treben empfiehlt die Mistel als Heilpflanze in ihrem umstrittenen Werk "Gesundheit aus der Apotheke Gottes".

Die Mistel hat im Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 11) von Gerhard Madaus (1938)  ein eigenes Kapitel.

Dr. Claudia Urbanovsky beschreibt in Ihrem Buch "Der Garten der Druiden .Das geheime Kräuterwissen der keltischen Heiler" von 2008 die Mistel als von den Druiden genutzte Heilpflanze.

Roger Kalbermatten schreibt über die Mistel in seinem Buch "Wesen und Signatur der Heilpflanzen. Die Gestalt als Schlüssel zur Heilkraft der Pflanzen", AT Verlag, 7. Aufl. 2011 unter den Aspekten "Stille, Schwerelosigkeit".

In ihrem Buch "Kuren für Körper und Seele. Organe pflegen mit Heilpflanzen" empfiehlt Ursel Bühring das Stiefmütterchen zur Hautpflege (S. 80).

Mit der heilenden Wirkung der Mistel  hat sich die Forschergruppe Klostermedizin befasst, siehe www.welterbe-klostermedizin.de

In dem schön gestalteten Buch "Die Seele der Pflanzen. Botschaften und Heilkräfte aus dem Reich der Kräuter", 2009  schreibt Wolf-Dieter Storl über die Mistel das Kapitel 'Magisches Zwischenwesen der Fruchtbarkeit'.

Die Forschergruppe Klostermedizin stellt die Mistel im Januar 2012 als "Heilpflanze des Monats" vor, siehe www.welterbe-klostermedizin.de

Eine Beschreibung der Mistel findet sich bei Jürgen Feder, 2014

Eine Beschreibung und schöne Fotos der Mistel findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Die Mistel wird im Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Phytopharmaka ausführlich beschrieben

(siehe www. arzneipflanzenlexikon.info).

 

Hunnius, 1966

07.04.2019 - Butzenberg

Jetzt sind mir zum ersten Mal die Blüten der Mistel aufgefallen und ich habe gelernt, dass die Mistel zweihäusig ist. Männliche und weibliche Blüten befinden sich auf verschiedenen Pflanzen. Es soll weniger Misteln mit männlichen Blüten geben. Auf den folgenden Fotos handelt es sich um männliche Blüten.

Aus meinem Herbarium von 1969 (Nachtrag; Fundort: Gleisweiler, Pfalz)
Aus meinem Herbarium von 1969 (Nachtrag; Fundort: Gleisweiler, Pfalz)