Viola spec. I - Veilchen-Arten I

Familie: Veilchengewächse - Violaceae

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 550 "Viola"-Arten; für Deutschland werden dort 27 Arten mit 8 Unterarten und zahlreichen Bastardformen beschrieben.

Sebald, Seybold, Philippi, 1993, Bd. 2, S. 67, schreiben von etwa 450 Arten, die in der ganzen nördlichen Hemisphäre und auch in der südlichen Hemisphäre weit verbreitet sind. In Mitteleuropa kommen ca. 25 Arten vor, in Baden-Württemberg 16 Arten.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob die Veilchen leicht zu bestimmen wären; für einige Arten gilt das auch. Aber durch die vielen Bastardformen wird die Bestimmung ziemlich schwierig und ich habe schon oft nach hoffungsvollem Beginn doch wieder aufgegeben. Man braucht oft die Samen und wenn man die Samen hat, dann fehlt wieder die Blüte undsoweiter.

Viola odorata - März-Veilchen, Wohlriechendes Veilchen

Ursprünglich mediterrane Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Französisch: Violette odorante

Italienisch: Viola mammola

Schwäbisch: Veigela, Märzaveigele, Duftveigele, Echte Veigele, Richtige Veigele

2007: "Heilpflanze des Jahres"

Heilpflanze

Violae odoratae rhizoma, Märzveilchenwurzelstock; Violae odoratae herba, Märzveilchenkraut sowie Violae odoratae flos, Märzveilchenblüten, sind vom Bundesgesundheitsamt jeweils mit einer Negativ-Monographie bedacht worden:

www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

Er ists

 

Frühling läßt sein blaues Band

Wieder flattern durch die Lüfte;

Süße, wohlbekannte Düfte

Streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,

Wollen balde kommen.

- Horch, von fern ein leiser Harfenton!

Frühling, ja du bists!

Dich hab ich vernommen!

 

                                          Eduard Mörike

 

Symbolisches

Die Veilchen haben bei Marianne Beuchert in "Symbolik der Pflanzen" ein eigenes Kapitel (S. 317-319)

Rosemarie Gebauer, eine Diplombiologin, die sich auf botanisch-literarische Zusammenhänge spezialisiert hat, erzählt in ihrem sehr schön gestalteten  Büchlein  "Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut. Vom Zauber alter Pflanzennamen" von 2015 von orientalischen Sagen zum Wohlriechenden Veilchen, führt berühmte europäische Veilchen-Gedichte und zeigt es auch als Gegenstand der Malerei.

Wer alles den Namen "Viola" trägt:

- "La Traviata" (= die vom Weg Abgekommene") in Verdis Oper heißt "Violetta". In Dumas´ Romanvorlage "Die Kameliendame" heißt sie                "Marguerite".

Die Veilchen im Gedicht

Das Veilchen in der Kunst

Das Wohlriechende Veilchen wurde von Basilius Besler für sein 1613 veröffentliches Buch "Hortus Eystettensis", ein Dokument  des berühmten Gartens von Eichstätt, nach der Natur in Kupfer gestochen (Tafel 18).

10.04.2012 - Hauptfriedhof Ravensburg
10.04.2012 - Hauptfriedhof Ravensburg

Im Schwäbischen heißen die Veilchen "Veigele", wobei vor allem das Wohlriechende Veilchen gemeint ist.

 

Das März-Veilchen in der Fachliteratur

Sebastian Kneipp schreibt in seinem   erstem  Werk "Meine Wasserkur" von 1886 über die Heilwirkung des März-Veilchens und empfiehlt Veilchenblätter zur Teebereitung für die Hausapotheke, wobei er, wenn vorhanden, auch gern das frische Kraut verwendet.

Hingegen empfiehlt Dr. med. Josef H. Kaiser in "Das große Kneipp-Hausbuch" von 1975 die Veilchenwurzel als Hustenmittel, der er jedoch die Primelwurzel vorzieht.

Das März-Veilchen hat im Lehrbuch der biologischen Heilmittel" (Bd. 11) von Gerhard Madaus (1938) ein eigenes Kapitel.

Im „Feld- Wald- und Wiesenkochbuch, Kochuchverlag Heimeran, 1978 von Eve Marie Helm hat das Wohlriechende Veilchen ein eigenes Kapitel.

Steffen Guido Fleischhauer hat das März-Veilchen in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Empfehlungen zur gehobenen kulinarischen Verarbeitung des März-Veilchens findet man in Meret Bisseggers Buch "Meine wilde Pflanzenküche. Bestimmen, Sammeln und Kochen von Wildpflanzen", 6. Aufl. 2013.

Alexandra-Maria Klein und Julia Krohmer führen das März-Veilchen mit dem Attribut "Wohlriechende kleine Schönheit" bei ihren Stadtpflanzen auf ("Das wächst in deiner Stadt". S. 99, 2023).

Das März-Veilchen ist laut www.floraweb.de Nektarpflanze für den Kleinen Fuchs und Raupen-Futterpflanze für 6 weitere Tagfalter (darunter der Kaisermantel und 5 Perlmuttfalter). 

Eine Beschreibung und schöne Fotos des März-Veilchens findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz  und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.

Jonas Frei hat das März-Veilchen in einem speziellen Kapitel "Veilchen" in seinem sehr ansprechendes und informatives Buch "Stadtwildpflanzen", 2022, aufgenommen (S. 113).

 

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

19.03.2022 - an der Bergstraße bei Leimen
19.03.2022 - an der Bergstraße bei Leimen

Zum Wohlriechenden Veilchen habe ich bei Rothmaler, 2011, gefunden:

Blühmonate: März-April

Standorte: Säume frischer, besonders siedlungsnaher Gebüsche, Hecken, Waldränder, Feldulmenwälder, nährstoffanspruchsvoll

Häufigkeit: Archäophyt, aber in Brandenburg und Mecklenburg Neophyt; kommt in allen Bundesländern verbreitet vor, aber in Teilen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins und im Bergland zerstreut; auch Zierpflanze

Areal: meridionales bis temperates Europa bis Westasien, nur im eher ozeanischen Klima vorkommend (Stufe 1-5 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala). Archäophyt in der temperaten Florenzone in den Kontinentalitätsstufen 2-5 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala.

Immergrün

Ganzrosettenpflanze

Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche

Staude

Oberirdische Ausläufer und Rhizom

Insektenbestäubung: Bienen, Wollschweber, Tagfalter und Kleistogamie (durch Selbstbestäubung in knospenförmig geschlossenen Blüten Samen bildend)

Selbstausbreitung und Ameisenausbreitung der Samen

Lichtkeimer

Zeigerwerte: 

Vergesellschaftung: wächst im Verband "Nitrophytische Waldsaum-Ges." (V Alliarion; V Alliar.), in der Ordnung "Hecken und Gebüsche" ( O Prunetalia spinosae; O Prun.) und im Verband "Eichen-Hainbuchenwälder" (V Carpinion betuli; V Carp.).

Verwendung: Volksheilpflanze

Bastardbildungen

Viola reichenbachiana - Wald-Veilchen

Europäische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Französisch: Violette des forêts

Italienisch: Viola silvestre

Schwäbisch: Feigela

03.05.2013 - Wolfegger Ach bei Weissenbronnen
03.05.2013 - Wolfegger Ach bei Weissenbronnen

Das Wald-Veilchen in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Veilchen-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Das Wald-Veilchen ist laut www.floraweb.de  Raupen-Futterpflanze für den Kaisermantel und 3  Perlmuttfalter). 

Weitere Fotos zum Wald-Veilchen findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz

Vielseitige Information und sehr schöne Bilder zum Wald-Veilchen findet man, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.

Jonas Frei hat das Wald-Veilchen in einem speziellen Kapitel "Veilchen" in seinem sehr ansprechendes und informatives Buch "Stadtwildpflanzen", 2022, aufgenommen (S. 113).

02.04.2021 - Altdorfer Wald bei Wolfegg
02.04.2021 - Altdorfer Wald bei Wolfegg

Viola riviniana - Hain-Veilchen

Europäische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Englisch: Common Dog-Violet

Französisch: Violette de Rivinus

Italienisch: Viola di Rivinus

Spanisch: Violeta, violeta de monte

Das Hain-Veilchen kommt in Baden-Württemberg verbreitet vor.

13.05.2026 - Trentino, Valsugana, Panarotta
13.05.2026 - Trentino, Valsugana, Panarotta

Das Hain-Veilchen in der Fachliteratur

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Hain-Veilchens findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz  und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.

 

Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung des Hain-Veilchens kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.

30.03.2011 - Am Altdorfer Wald bei Baumgarten
30.03.2011 - Am Altdorfer Wald bei Baumgarten
30.03.2011 - Am Altdorfer Wald bei Baumgarten
30.03.2011 - Am Altdorfer Wald bei Baumgarten

Viola  biflora - Zweiblütiges Veilchen

Arktisch-alpine Pflanze

"Bergpflanze"

Namen

Französisch: Penséá deux fleurs

Italienisch: Viola montana gialla

In meinem Herbarium von 1969
In meinem Herbarium von 1969

Das Zweiblütige Veilchen in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Veilchen-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Das Zweiblütige Veilchen ist laut www.floraweb.de  Raupen-Futterpflanze für 5  Perlmuttfalter). 

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Zweiblütigen Veilchens findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz  und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.

 

In meinem Herbarium von 1969
In meinem Herbarium von 1969

Hinsichtlich der Blätter besteht Verwechslungsmöglichkeit mit Soldanella- und Parnassia-Arten.

 

Viola canina - Hunds-Veilchen

Eurasiatische Pflanze

"Trockenpflanze"

Namen

Französisch: Violette des chiens

Italienisch: Viola selvatica

Schwäbisch: Hundsveigele, Falsche Veigele

04.05.2024 - Weingarten, "Panzerbuckel"
04.05.2024 - Weingarten, "Panzerbuckel"

Das Hunds-Veilchen in der Kunst

Das Hunds-Veilchen wurde von Basilius Besler für sein 1613 veröffentliches Buch "Hortus Eystettensis", ein Dokument  des berühmten Gartens von Eichstätt, nach der Natur in Kupfer gestochen (Tafel 113).

04.05.2024 - Weingarten, "Panzerbuckel"
04.05.2024 - Weingarten, "Panzerbuckel"

Das Hunds-Veilchen in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Veilchen-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Laut www.floraweb.de liegen für das Hunds-Veilchen keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Weitere Fotos zum Hunds-Veilchen findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz

Vielseitige Information und sehr schöne Bilder zum Hunds-Veilchen findet man, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.

27.04.2015 - Botanischer Garten Ulm
27.04.2015 - Botanischer Garten Ulm

Zum Hunds-Veilchen habe ich bei Rothmaler, 2011, gefunden:

Blühmonate: Mai-Juni

Standorte: Magerrasen, Heiden, Sandfluren, lichte Wälder und Gebüsche, kalkmeidend

Häufigkeit: 

Im Rückgang begriffen

Areal: submeridional/montanes bis boreales Europa bis Westasien, vom ozeanischen bis ins gemäßigte Klima vorkommend (Stufe 1-5 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala). 

Immergrün

Rosettenlos

Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche

Staude

Pleikormrhizom (Pleiokorm: verzweigter, oft verholzter Bodenspross, der trotz möglicher sprossbürtiger Bewurzelung auf die Verbindung mit der Primärwurzel angewiesen bleibt), auch Wurzelsprossen

Insektenbestäubung und Kleistogamie (durch Selbstbestäubung in knospenförmig geschlossenen Blüten Samen bildend)

Selbstausbreitung der Samen

Samen langlebig (>20 Jahre)

Zeigerwerte: 

Vergesellschaftung: wächst in den Verbänden "Planare bis montane Borstgrasrasen" (V Violion caninae; V Viol. can.), "Wechselfeuchte Pfeifengraswiesen" (V Molinion caeruleae; V Mol.) und "Eichen-Birkenwälder" (V Quercion robori-petraeae; V Querc.-rob.-petr.).

04.05.2024 - Weingarten, "Panzerbuckel"
04.05.2024 - Weingarten, "Panzerbuckel"

Viola alba - Weißes Veilchen

Mitteleuropäische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Englisch: Parma Violet

Französisch: Violette blanche

Italienisch: Viola bianca

09.05.2010 - Truden, Südtirol
09.05.2010 - Truden, Südtirol

Das Weiße Veilchen soll in Baden-Württemberg selten an Bodensee, Hochrhein und südlichem Oberrhein vor-kommen.

Das Weiße Veilchen in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Veilchen-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Laut www.floraweb.de liegen für das Weiße Veilchen keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Eine Beschreibung und schönere Fotos vom Weißen Veilchen als meines findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Viola hirta - Behaartes Veilchen, Raues Veilchen

Eurasiatische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Englisch: Hairy Violet

Französisch: Violet hérissée

Italienisch: Viola irta

Schwäbisch: Feigela

Das Raue Veilchen kommt in Oberschwaben vor, jedoch nicht so häufig wie in anderen Gegenden Baden-Württembergs.

21.04.2012 - Botanische Exkursion mit Helmut Herwanger an die Wolfegger Ach bei Weissenbronnen
21.04.2012 - Botanische Exkursion mit Helmut Herwanger an die Wolfegger Ach bei Weissenbronnen

Das Raue Veilchen in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Veilchen-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Eine Beschreibung und weitere Fotos vom Rauen Veilchen findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Das Raue Veilchen ist laut www.floraweb.de  Raupen-Futterpflanze 6 Perlmuttfalterarten und den Kaisermantel.

Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung des Rauen Veilchens kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.

Beim "Portale della Flora d’Italia" unter der Adresse https://dryades.units.it/floritaly/ sieht man den floristischen Status der Pflanze in den verschiedenen italienischen Regionen. Außerdem gibt es hier viele weitere schöne Fotos der Pflanze zu sehen.

13.05.2026 - Trentino, Valsugana, Panarotta
13.05.2026 - Trentino, Valsugana, Panarotta

Zum Rauen Veilchen habe ich bei Rothmaler, 2011, gefunden:

Blühmonate: April bis Mai

Standorte: Trockenwälder, Trockengebüsche und ihre Säume, Halbtrockenrasen, wechseltrockene Moorwiesen, kalkhold

Häufigkeit: 

Areal: submeridional/montanes bis temperates Europa bis Westasien, vom ozeanischen bis ins schwach kontinentale Klima vorkommend (Stufe 1-6 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala). 

Sommergrün

Rosettenpflanze

Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche

Staude

Pleiokorm: verzweigter, oft verholzter Bodenspross, der trotz möglicher sprossbürtiger Bewurzelung auf die Verbindung mit der Primärwurzel 

angewiesen bleibt / Rhizom

Insektenbestäubung und Kleistogamie (durch Selbstbestäubung in knospenförmig geschlossenen Blüten Samen bildend)

Selbstausbreitung und Ameisenausbreitung der Samen

Zeigerwerte: 

Vergesellschaftung: wächst in der Ordnung "Trockenwaldsäume" (O Origanetalia vulgaris; O Orig.), im Verband "Xerothermgebüsche" (V Berberidion; V Berb.), in der Ordnung "Xerotherme Eichenmischwälder" (O Quercetalia pubescenti-petraeae; O Querc.-pub.) und in den Verbänden "Schneeheide-Kiefernwälder" (V Erico-Pinion; V Eric.-Pin.),  "Orchieen-Buchenwälder" (V Cephalanthero-Fagion; V Cephal.-Fag.), "Submediterrane BKalk-Halbtrockenrasen" (V Mesobromion; V Mesobrom.) und "Kontinentale Halbtrockenrasen" (V Cirsio-Brachypodion pinnati; V Cirs.-Brach.).

Es kommt häufig zu Bastarden mit Viola alba / Weißes Veilchen und Viola collina / Hügel-Veilchen.

13.05.2026 - Trentino, Valsugana, Panarotta
13.05.2026 - Trentino, Valsugana, Panarotta
13.05.2026 - Trentino, Valsugana, Panarotta
13.05.2026 - Trentino, Valsugana, Panarotta

Viola mirabilis - Wunder-Veilchen

Eurasiatische Pflanze

"Wald-Pflanze"

Namen

Englisch: Wonder violet, Broad-Leaved Violet

Französisch: Violet singuliere

Italienisch: Viola mirabile

Laut Floraweb steht das Wunder-Veilchen wegen zurückgehender Bestände auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten.

Das Wunder-Veilchen wächst auch im südlichen Oberschwaben.

21.04.2012 - Exkursion mit Helmut Herwanger im Gebiet der Wolfegger Ach bei Weissenbronnen
21.04.2012 - Exkursion mit Helmut Herwanger im Gebiet der Wolfegger Ach bei Weissenbronnen

Das Wunder-Veilchen in der Fachliteratur

Weitere Fotos vom Wunder-Veilchen findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Vielseitige Information und sehr schöne Bilder zum Wunder-Veilchen findet man, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite 

www.luontoportti.com/suomi/de

Steffen Guido Fleischhauer hat die Veilchen-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

21.04.2012 - Exkursion mit Helmut Herwanger im Gebiet der Wolfegger Ach bei Weissenbronnen
21.04.2012 - Exkursion mit Helmut Herwanger im Gebiet der Wolfegger Ach bei Weissenbronnen

Helmut Herwanger hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass beim Wunder-Veilchen "Kleistogamie" besteht: d.h. dass es auch durch Selbstbestäubung in knospenförmig geschlossenen Blüten in den oberen Blattwinkeln Samen bilden kann.

21.04.2012 - Exkursion mit Helmut Herwanger im Gebiet der Wolfegger Ach bei Weissenbronnen
21.04.2012 - Exkursion mit Helmut Herwanger im Gebiet der Wolfegger Ach bei Weissenbronnen

Viola rupestris - Sand-Veilchen, Felsen-Veilchen

Auch: Viola arenaria

Eurasiatische Pflanze

"Pionierpflanze in niedrigen Lagen"

Namen

Englisch: Teesdale Violet

Französisch: Violette es rocailles

Italienisch: Viola rupestre

28.03.2025 - Naturschutzgebiet "Sandhausener Dünen, Pferdstrieb"
28.03.2025 - Naturschutzgebiet "Sandhausener Dünen, Pferdstrieb"

Das Sand-Veilchen in der Fachliteratur

Steffen Guido Fleischhauer hat die Veilchen-Arten in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Das Sand-Veilchen ist laut www.floraweb.de Raupenfutterpflanze für 3 Tagfalterarten (Perlmuttfalterarten).

Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung des Sand-Veilchens kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.

Weitere Fotos und Information zum Sand-Veilchen findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.

Beim "Portale della Flora d’Italia" unter der Adresse https://dryades.units.it/floritaly/ sieht man den floristischen Status der Pflanze in den verschiedenen italienischen Regionen. Außerdem gibt es hier viele weitere schöne Fotos der Pflanze zu sehen.

28.03.2025 - Naturschutzgebiet "Sandhausener Dünen, Pferdstrieb"
28.03.2025 - Naturschutzgebiet "Sandhausener Dünen, Pferdstrieb"

Zum Sand-Veilchen habe ich bei Rothmaler, 2011, gefunden:

Blühmonate: Mai bis Juni

Standorte: Kiefern-Trockenwälder, Trocken- und Halbtrockenrasen, kalkhold

Häufigkeit: 

Im Rückgang begriffen

Areal: meridional/montanes bis boreales Eurasien, vom ozeanischen bis ins schwach kontinentale Klima vorkommend (Stufe 2-7 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala). 

Sommergrün

Halbrosettenpflanze

Hemikryptophyt: Überdauerungsknospen in Höhe der Erdoberfläche

Staude

Pleiokorm: verzweigter, oft verholzter Bodenspross, der trotz möglicher sprossbürtiger Bewurzelung auf die Verbindung mit der Primärwurzel 

angewiesen bleibt

Insektenbestäubung und Kleistogamie

Selbstausbreitung und Ameisenausbreitung der Samen

Zeigerwerte: 

Vergesellschaftung: wächst in den Verbänden "Schneeheide-Kiefernwälder" (V Erico-Pinion; V Eric.-Pin.) und "Kiefern-Trockenwälder" (V Cytiso ruthenici-Pinion; V Cytis.-Pin.) sowie in der Klasse "Basenreiche Trocken- und Halbtrockenrasen" (K Sedo-Scleranthetea; K Seo-Scler.) und in der Ordnung "Alpine bis subalpine Blaugrasrasen" (O Seslerietalia variae; O Sesl.)

31.03.2025 - Naturschutzgebiet "Sandhausener Dünen, Pferdstrieb"
31.03.2025 - Naturschutzgebiet "Sandhausener Dünen, Pferdstrieb"
31.03.2025 - Naturschutzgebiet "Sandhausener Dünen, Pferdstrieb"
31.03.2025 - Naturschutzgebiet "Sandhausener Dünen, Pferdstrieb"
31.03.2025 - Naturschutzgebiet "Sandhausener Dünen, Pferdstrieb"
31.03.2025 - Naturschutzgebiet "Sandhausener Dünen, Pferdstrieb"

Meine Veilchen nebeneinander (mit Blühmonaten)