Ficus carica - Gewöhnlicher Feigenbaum

Familie: Maulbeergewächse - Moraceae

Die Pflanze stammt aus dem Mittelmeergebiet

Gilt in Deutschland als unbeständiger Neophyt

"Kulturpflanze"

Heilpflanze

Caricae fructus, Feigen, sind vom Bundesgesundheitsamt mit einer Negativ-Monographie bedacht worden:

www.heilpflanzen-welt.de/buecher/BGA-Kommission-E-Monographien/

Die Feigen wachsen auch in den wärmeren Gegenden Baden-Württembergs, wie an Rhein und Neckar, in Oberschwaben bis jetzt noch nicht.

Symbolisches

Marianne Beuchert widmet den Feigenbäumen allgemein in ihrem Buch "Symbolik der Pflanzen" ein großes Kapitel (S. 95-99).

Rosemarie Gebauer, eine Diplombiologin, die sich auf botanisch-literarische Zusammenhänge spezialisiert hat, befasst sich in ihrem sehr schön gestalteten  Büchlein  „Sammelnüsschen und Panzerbeeren. Von Apfelbaum bis Zitrusfrucht“ damit, welche Rolle die bei uns bekannten und beliebten Früchte in unserer Vergangenheit und in der Welt der Dichter und Maler, der Märchen und Sagen spielen. Dabei erklärt sie auch ihre verschiedenen Namen und außerdem  auf sehr anschauliche Weise ihre botanischen Besonderheiten. 

 

Dem Feigenbaum widmet sie dabei ein eigenes Kapitel.

Berühmte Darstellungen

Matthias Grünewald, Stuppacher Madonna, um 1516, (s. www.stuppacher-madonna.de  und  https://de.wikipedia.org/wiki/Stuppacher_Madonna).

Maria reicht dem Jesuskind hier eine Feige und im Mittelgrund links ist ein Feigenbaum zu erkennen.

Der Feigenbaum in der Fachliteratur

Der Feigenbaum ist unter dem Namen "ficus" die Nummer 87 des Kapitel LXX des Capitulare de Villis von Karl dem Großen.

Den Feigen ist im "Ärztebuch der Heilkraft unserer Lebensmittel" von Selene Yeager u.a. (1998) ein eigenes Kapitel gewidmet: "Feigen. Ballststoffe satt. Heilwirkung: Senken den Blutdruck. Regen die Darmtätigkeit an. Regulieren den Cholesterinspiegel. Schützen vor Dickdarmkrebs" (S. 121).

Der Apotheker Mannfried Pahlow stellt in "Das große Buch der Heilpflanzen. Gesund durch die Heilkräfte der Natur" von  2001 den Feigenbaum als Heilpflanze aus alten Arznei- und Käuterbüchern vor.

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Feigenbaums findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Christian Rätsch beschreibt den Feigenbaum in seinem Buch "Heilpflanzen der Antike. Mythologie, Heilkunst und Anwendung" von 2015.

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

01.05.2019 - Toskana, Halbinsel Monte Agrigento
01.05.2019 - Toskana, Halbinsel Monte Agrigento
03.05.2019 - Toskana, bei Bibbona
03.05.2019 - Toskana, bei Bibbona