Familie: Knöterichgewächse - Polygonaceae
Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 15 "Fallopia"-Arten; für Deutschland werden dort 5 Arten und 3 Bastardformen beschrieben.
Sebald, Seybold, Philippi, 1993, Bd. 1, S. 540: es handelt sich um eine Gattung der Holarktis; in Europa kommen wildwachsend oder verwildert 4 Arten vor. In Baden-Württemberg sind 2 Arten beheimatet (F. dumetorum und F. convolvulus; F. aubertii gelegentlich als Kulturflüchtling). Reynoutria gilt ihnen als eigene Gattung.
Auch: Polygonum dumetorum
Eurasiatische Pflanze
"Waldpflanze"
Namen
Englisch: Climbing False Buckwheat, Copsebindweed
Französisch: Vrillée des buissons, Renouée des haies
Italienisch: Poligono delle siepi
Der Hecken-Windenknöterich ist laut www.floraweb.de Raupenfutterpflanze für 1 Nachtfalter.
Zahlreiche schöne Fotos des Hecken-Windenknöterichs findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Eine Darstellung der weltweiten Verbreitung des Hecken-Windenknöterichs kann man über https://powo.science.kew.org aufrufen.
Steffen Guido Fleischhauer hat den Hecken-Windenknöterich in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Blühmonate: Juli bis September
Standorte: Frische (Ufer)gebüsche u. Hecken, Waldsäume, nährstoffanspruchsvoll
Häufigkeit: Im Norden, Osten und Westen, auch in Rheinland-Pfalz und in der Oberrheinebene verbreitet, also in 40-90% der Kartierflächen vorkommend, in der Mitte nur zerstreut, also in 5-40% der Kartierflächen vorkommend, im Süden selten, also in weniger als 5 % der Kartierflächen vorkommend und im höheren Bergland fehlend.
Areal: meridional/montanes bis temperates Eurasien, vom ozeanischen bis ins schwach kontinentale Klima vorkommend (Stufe 1-6 auf der 10-stufigen pflanzengeographischen Kontinentalitätsskala).
Rosettenlos
Sommerannuell
Windepflanze
Selbstbestäubung, selten Insektenbestäubung
Windausbreitung?, Ameisenausbreitung der Samen
Zeigerwerte:
Vergesellschaftung: wächst in der Ordnung "Nitrophytische Saumges. (O Convolvuletalia sepium; O Convolv.), im Verband "Kletten-Ges. (V Arction lappae; V Arct.) sowie in der Ordnung "Hecken und Gebüsche" (O Prunetalia spinosae; O Prun.).
Stammt aus Zentralasien
Zierpflanze, auch verwildert
Gilt in Deutschland als unbeständiger Neophyt

Der Silberregen wucherte kaum zu bremsen an unserem Haus- eingang empor.
Der Silberregenl steht auf der „Liste einheimischer und standortgerechter Pflanzen – Landkreis Ravensburg“ der Initiative für biologische Vielfalt des Landkreises Ravensburg und des Landschaftserhaltungsverbands, siehe www.naturvielfalt-rv.de
Auch: Reynoutria japonica, Polygonum cuspidatum
Stammt aus Ostasien, ist nach Rothmaler 2011 1872 nach Deutschland gekommen und gilt hier als eingebürgerter Neophyt. Die Pflanze ist in Ausbreitung begriffen.
"Unkraut- oder Ruderalpflanze", in der Schweiz: "Invasiver Neophyt"

Der Japanische Stauden- knöterich ist wie fast überall in Deutschland auch in Oberschwaben anzutreffen.
Das deutsche Bundesamt für Naturschutz befasst sich auf seiner Seite www.neobiota.de über gebietsfremde und invasive Arten in Deutschland mit dem Japanischen Staudenknöterich. Es wurde eine naturschutzfachliche Invasivitätsbewertung erarbeitet.
Steffen Guido Fleischhauer hat den Japanischen Staudenknöterich in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Wolf-Dieter Storl wirft in seinem Buch "Wandernde Pflanzen" von 2012 einen positiven Blick auf den Japanischen Staudenknöterich, den er im Kapitel "Die ganz Bösen" ausführlich beschreibt.
Empfehlungen zur gehobenen kulinarischen Verarbeitung des Japanischen Staudenknöterichs findet man in Meret Bisseggers Buch "Meine wilde Pflanzenküche. Bestimmen, Sammeln und Kochen von Wildpflanzen", 6. Aufl. 2013.
Originell und sachkundig befasst sich Jürgen Feder in seinem Buch "Feders Kleine Kräuterkunde" von 2017 mit kulinarischen und sonstigen Anwendungen des Japanischen Staudenknöterichs und kann dem unerwünschten Einwanderer durchaus positive Eigenschaften abgewinnen
(S. 59f).
Laut www.floraweb.de liegen für den Japanischen Staudenknöterich keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.
Eine Beschreibung und schöne Fotos des Japanischen Staudenknöterichs findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.
Jonas Frei hat den Japanischen Staudenknöterich in sein sehr ansprechendes und informatives Buch "Stadtwildpflanzen", 2022, aufgenommen (S. 247).

Auch: Reynoutria sachalinensis, Polygonum sachalinense
Stammt aus Ostasien; gilt in Deutschland als eingebürgerter Neophyt
"Unkraut- oder Ruderalpflanze", in der Schweiz: "Invasiver Neophyt"
Rothmaler, 2011: Wildfutter

Der Sachalin-Staudenknöterich ist an seinen sehr großen, bis 45 cm langen, herzförmigen Blättern zu erkennen.
Der Sachalin-Staudenknöterich kommt zestreut in ganz Deutschland vor, im Süden, auch in Oberschwaben, etwas seltener als nördlich.
Das deutsche Bundesamt für Naturschutz befasst sich auf seiner Seite www.neobiota.de über gebietsfremde und invasive Arten in Deutschland mit dem Sachalin-Staudenknöterich. Es wurde eine naturschutzfachliche Invasivitätsbewertung erarbeitet.
Steffen Guido Fleischhauer hat den Sachalin-Staudenknöterich in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.
Fotos des Sachalin-Staudenknöterichs findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.
Laut www.floraweb.de liegen für den Sachalin-Staudenknöterich keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.
Jonas Frei hat den Sachalin-Staudenknöterich in sein sehr ansprechendes und informatives Buch "Stadtwildpflanzen", 2022, aufgenommen (S. 249).