Fallopia spec. - Staudenknöterich-, Flügelknöterich-, Windenkn.-Arten

Familie: Knöterichgewächse - Polygonaceae

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 15 "Fallopia"-Arten; für Deutschland werden dort 5 Arten und 3 Bastardformen beschrieben.

Fallopia baldschuanica - Silberregen, Schling-Flügelknöterich

Stammt aus Zentralasien

Zierpflanze, auch verwildert

Gilt in Deutschland als unbeständiger Neophyt

15.06.2010 - Angepflanzt an unserem Hauseingang
15.06.2010 - Angepflanzt an unserem Hauseingang

Der Silberregen wucherte kaum zu bremsen an unserem Haus- eingang empor.

Der Silberregen in der Fachliteratur

Der  Silberregenl steht auf der „Liste einheimischer und standortgerechter Pflanzen – Landkreis Ravensburg“ der Initiative für biologische Vielfalt des Landkreises Ravensburg und des Landschaftserhaltungsverbands, siehe www.naturvielfalt-rv.de

Fallopia japonica - Japanischer Staudenknöterich

Auch: Reynoutria japonica, Polygonum cuspidatum

Stammt aus Ostasien, ist nach Rothmaler 2011 1872 nach Deutschland gekommen und gilt hier als eingebürgerter Neophyt. Die Pflanze ist in Ausbreitung begriffen.

"Unkraut- oder Ruderalpflanze", in der Schweiz: "Invasiver Neophyt"

24.04.2011 - Bei Madenreute im Bodensee-Hinterland
24.04.2011 - Bei Madenreute im Bodensee-Hinterland

Der Japanische Stauden- knöterich ist wie fast überall in Deutschland auch in Oberschwaben anzutreffen.

19.04.2020 - Weingarten, Lauratal
19.04.2020 - Weingarten, Lauratal

Der Japanische Staudenknöterich in der Fachliteratur

Das deutsche Bundesamt für Naturschutz befasst sich auf seiner Seite www.neobiota.de über gebietsfremde und invasive Arten in Deutschland mit dem Japanischen Staudenknöterich. Es wurde eine naturschutzfachliche Invasivitätsbewertung erarbeitet.

Steffen Guido Fleischhauer hat den Japanischen Staudenknöterich in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Wolf-Dieter Storl wirft in seinem Buch "Wandernde Pflanzen" von 2012 einen positiven Blick auf den Japanischen Staudenknöterich, den er im Kapitel "Die ganz Bösen" ausführlich beschreibt.

Empfehlungen zur gehobenen kulinarischen Verarbeitung des Japanischen Staudenknöterichs findet man in Meret Bisseggers Buch "Meine wilde Pflanzenküche. Bestimmen, Sammeln und Kochen von Wildpflanzen", 6. Aufl. 2013.

Originell und sachkundig befasst sich Jürgen Feder in seinem Buch "Feders Kleine Kräuterkunde" von 2017 mit kulinarischen und sonstigen Anwendungen des Japanischen Staudenknöterichs und kann dem  unerwünschten Einwanderer durchaus positive Eigenschaften abgewinnen

(S. 59f).

Laut www.floraweb.de liegen für den Japanischen Staudenknöterich keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Japanischen Staudenknöterichs findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz  und, sogar in deutscher Sprache, auf der finnischen Seite www.luontoportti.com/suomi/de.

19.09.2020 - NSG Reissinsel Mannheim
19.09.2020 - NSG Reissinsel Mannheim
10.09.2015 - Am Unteren Inn in der Region Pramtal
10.09.2015 - Am Unteren Inn in der Region Pramtal
05.09.2017 - Im Westerwald
05.09.2017 - Im Westerwald
05.09.2017 - Im Westerwald
05.09.2017 - Im Westerwald
19.09.2023 - Erzgebirge bei Carlsfeld
19.09.2023 - Erzgebirge bei Carlsfeld
21.09.2015 - Hohenheimer Gärten
21.09.2015 - Hohenheimer Gärten
21.09.2015 - Hohenheimer Gärten
21.09.2015 - Hohenheimer Gärten
21.09.2015 - Hohenheimer Gärten
21.09.2015 - Hohenheimer Gärten

Fallopia sachalinensis - Sachalin-Staudenknöterich

Auch: Reynoutria sachalinensis, Polygonum sachalinense

Stammt aus Ostasien; gilt in Deutschland als eingebürgerter Neophyt

"Unkraut- oder Ruderalpflanze", in der Schweiz: "Invasiver Neophyt"

Rothmaler, 2011: Wildfutter

26.06.2018 - Auf dem Elsterperlenweg im Vogtland in der Nähe von Berga
26.06.2018 - Auf dem Elsterperlenweg im Vogtland in der Nähe von Berga

Der Sachalin-Staudenknöterich ist an seinen sehr großen, bis 45 cm langen, herzförmigen  Blättern zu erkennen.

 

Der Sachalin-Staudenknöterich kommt zestreut in ganz Deutschland vor, im Süden, auch in Oberschwaben, etwas seltener als nördlich.

Der Sachalin-Staudenknöterich in der Fachliteratur

Das deutsche Bundesamt für Naturschutz befasst sich auf seiner Seite www.neobiota.de über gebietsfremde und invasive Arten in Deutschland mit dem Sachalin-Staudenknöterich. Es wurde eine naturschutzfachliche Invasivitätsbewertung erarbeitet.

Steffen Guido Fleischhauer hat den Sachalin-Staudenknöterich in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Fotos des Sachalin-Staudenknöterichs findet man auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

Laut www.floraweb.de liegen für den Sachalin-Staudenknöterich keine Angaben zur Nutzung durch Schmetterlinge vor.

Meine Fallopia-Arten nebeneinander (mit Blühmonaten)