Ficaria verna - Scharbockskraut

Früher: Ranunculus ficaria

Familie: Hahnenfußgewächse - Ranunculaceae

Eurasiatische Pflanze

"Waldpflanze"

Namen

Englisch: Lesser Celandine, Pilewort

Französisch: Ficaire

Italienisch: Ranuncolo favagello

Laut "Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, 2011" gibt es weltweit 5 "Ficaria"-Arten; für Deutschland wird dort 1 Art beschrieben.

Das Scharbockskraut ist schwach giftig!

Symbolisches

Rosemarie Gebauer, eine Diplombiologin, die sich auf botanisch-literarische Zusammenhänge spezialisiert hat, geht in ihrem sehr schön gestalteten  Büchlein  "Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut. Vom Zauber alter Pflanzennamen" von 2015 in einem eigenen kleinen Kapitel der Frage nach, wie das Scharbockskraut zu seinen Namen gekommen ist und macht dabei auch auf botanische Besonderheiten aufmerksam. "Scharbock" weist hier auf die Vitaminmangelerkrankung Skorbut hin, dem das vitaminreiche Pflänzchen im zeitigen  Frühjahr entgegenwirkt.

25.02.2012 - Im eigenen Garten
25.02.2012 - Im eigenen Garten

So begegnet einem das Scharbockskraut bereits im Spätwinter als Frühlingsbote und bietet sich als herb-scharfe Nahrungsbeigabe an, die allerdings vorsichtig dosiert werden muss.

Das Scharbockskraut in der Fachliteratur

Im „Feld- Wald- und Wiesenkochbuch, Kochuchverlag Heimeran, 1978 von Eve Marie Helm hat das Scharbockskraut ein eigenes Kapitel.

Wolf-Dieter Storl schreibt in seinem Buch "Die Seele der Pflanzen. Botschaften und Heilkräfte aus dem Reich der Kräuter" von 2009 über das Scharbockskraut das Kapitel 'Frühlingsbote und Muntermacher'.

Steffen Guido Fleischhauer hat das Scharbockskraut in seine "Kleine Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von 2010 aufgenommen.

Rezepte zur gehobenen kulinarischen Verarbeitung des Scharbockskraut findet man in Meret Bisseggers Buch "Meine wilde Pflanzenküche. Bestimmen, Sammeln und Kochen von Wildpflanzen", 6. Aufl. 2013.

Originell und sachkundig befasst sich Jürgen Feder in seinem Buch "Feders Kleine Kräuterkunde" von 2017 mit kulinarischen und sonstigen Anwendungen des Scharbockskrauts (S. 32).

Eine Beschreibung und schöne Fotos des Scharbockskrauts findet man auf der italienischen Seite www.actaplantarum.org und auf der tschechischen Seite www.BioLib.cz.

 

Hunnius, Pharmazeutisches Wörterbuch, 4. Aufl. 1966:

In meinem Herbarium von 1969
In meinem Herbarium von 1969